Baldrian – Valeriana officinalis

Valeriana officinalis, Baldrianpflanze auf einem Feld
© Reinhard Schäfer – Fotolia.com

Heute verwenden wir Baldrian als mildes Beruhigungs- und Schlafmittel. Doch diese Heilpflanze wurde schon lange vor der modernen Welt entdeckt und als Heilmittel verwendet. Die meisten Menschen heutzutage wissen nicht einmal mehr, dass Baldrian eine Pflanze ist, sondern kennen nur ihre Baldriantropfen bei Einschlafstörungen.

Geschichte

Bereits Jahrtausende vor unserer Zeit, wurde Baldrian als Heilpflanze angewandt. Bei den Griechen und Römers fand er seine Verwendung als Allheilmittel und ab dem 10. Jahrhundert verschrieb man Baldrian bei Verdauungsproblemen. Einige Jahrhunderte später galt er als Mittel gegen jegliche Art von Augenkrankheiten. Erst seit Ende des 18. Jahrhunderts bekam der Baldrian seine heutige Bedeutung als Beruhigungsmittel bei Schlafstörungen. Im Mittelalter hing ihm auch etwas mystisches an: Er sollte die Menschen vor Hexen und Teufelszauber schützen, deswegen hängte man sich einen Baldriantalisman um den Hals oder drapierte welchen an seiner Türe.

Merkmale

Sein botanischer Name ist Valeriana officinalis. Baldrian ist keineswegs ein zierliches Heilpflänzchen im Handformat, sondern kann bis zu 1,80 groß werden. Sein Stängel ist leicht behaart und die Blätter sind gegenständig. Nach oben hin werden diese immer kleiner. Die Blüten sind weißlich bis rosa eingefärbt und bilden eine Dolde. Die Blütezeit des Baldrian ist zwischen Mai und September, er ist also eine Sommerpflanze. Ursprünglich kommt das Baldriangewächs aus Europa und Asien, wird inzwischen aber auch in Nordamerika angebaut.

Anwendung als Heilmittel

Das Extrakt aus dem Baldrian wirkt beruhigend auf uns, indem es Botenstoffe in unserem Zentralen Nervensystem hemmt. Dadurch entfaltet er seine Wirkung als Einschlaf- und Beruhigungsmittel. Anwendung findet der Baldrian allerdings auch bei Panikpatienten und bei Prüfungsangst. Es gibt verschiedene Verabreichungsformen: Vom Tee bis hin zu hochkonzentrierten Baldriantropfen. Lassen Sie sich zur richtigen Anwendung am besten von Ihrem Arzt oder aber in Ihrer Apotheke beraten.

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