Die fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands: Münster auf Platz eins

Der fünften Fahrradklimatest hat einen Sieger hervor gebracht. Wie auch die Male davor, ist wieder Münster in der Kategorie der Großstädte mit mehr als 200.000 Einwohnern als klarer Gewinner hervor gegangen und gilt somit als fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands. Wichtig für die Bewertung sind unter anderem der Zustand von Radwegen, Ampelschaltungen und das Angebot an Abstellplätzen. Klar wird jedoch, dass die deutschen Radfahrer sich nicht mehr so einfach mit allem zufrieden geben.

Viele Radwege: Münster erhält zum fünften Mal die Auszeichnung als fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands
Viele Radwege: Münster erhält zum fünften Mal die Auszeichnung als fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands

 

Münster: die Fahrradstadt

Wer gerne fit sein möchte und lieber das Rad statt das Auto als Transportmittel wählt, sollte nach Münster ziehen. Denn im bundesweiten Vergleich der Fahrradinfrastruktur liegt die Stadt in Nordrhein-Westfahlen jetzt schon zum fünften Mal vorne. Rund 80.000 Radfahrer aus ganz Deutschland haben am Fahrradklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) teilgenommen und Frageböden ausgefüllt. Neben relativ offensichtlichen Fragen in Bezug auf die Anzahl der Radwege, ging es unter anderem auch darum ob Radwege breit genug sind, so dass schnellere Radfahrer langsame Radler problemlos überholen können.  Hier zeigt sich, dass das Fahrrad schon lange kein wenig frequentiertes Transportmittel ist und auch abseits des Radsportes auf deutschen Straßen fleißig in die Pedale getreten wird.

 

Fahrradfahren muss gefördert werden

Damit Radfahren zukünftig in Hamburg, das in Bezug auf die Fahrradfreundlichkeit weit abgeschlagen auf Platz 34 liegt, ebenso viel Spaß macht wie in Münster,  muss die Infrastruktur ausgebaut werden. Radfahrer müssen sich im Stadtverkehr akzeptiert fühlen und sollen die Möglichkeit haben ohne Probleme mit dem Rad zu pendeln. Bund und Länder haben sich dem Thema angenommen und mit 70 Millionen Euro, die 2013 in neue Radwege an Bundesstraßen investiert werden sollen, ist ein erster Schritt in Richtung Fahrradfreundlichkeit in Deutschland gemacht.

 

Fahrrad versus Auto: Rücksichtnahme ist wichtig

Hier müssen jedoch auch die Radfahrer mitarbeiten, denn oft herrscht zwischen Radlern und Autofahrern immer noch ein erbitterter Streit. Da können dann noch so gut ausgebaute Radwege nicht helfen, wenn die Radler bei Rot über die Ampel fahren oder die Straßenverkehrsordnung nicht beachten. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist eine ausreichende Ausstattung des Rads mit Reflektoren und einem funktionsfähigen Licht, wie es in jedem guten Fahrrad Shop erhältlich ist. Denn besonders im Winter kann es vorkommen, dass nicht ausreichend beleuchtetet Fahrräder für Verwirrung auf den Straßen sorgen. Dann fehlt nur noch eine gute Schutzausrüstung und Grundkenntnisse über den Straßenverkehr und schon dürften die Autofahrer nichts mehr zu meckern haben und werden vielleicht sogar selber dazu animiert auf das Rad umzusteigen.

 

Mehr Informationen  den fahrradfreundlichsten Städten Deutschlands finden Sie auch hier.

 

Bild: Mathisa /shutterstock.com

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