Frische Luft: wirklich gesund oder Irrglaube?

Schon in Thomas Manns Zauberberg wird der Luftkur eine Bühne gegeben: lange glaubte man mit viel frischer Luft Tuberkulose und andere Lungenleiden zu heilen. Aber auch unsere Mütter lehrten uns als Kinder, dass frische Luft gesund ist und gut tut. Sonntags geht es deshalb zum Spaziergang in den Schlosspark und geschlossene Räume sollen wir regelmäßig lüften. Doch stimmt es, dass frische Luft sich positiv auf die Gesundheit auswirkt und wenn ja, wie?

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Frische Bergluft tut unserer Lunge gut – ab 2000 Metern erhöht sie sogar den Energieverbrauch.

Erholung im Grünen – was bringt die Luft?

An Wochenenden zieht es uns in städtische Grünanlagen und im Urlaub geht es zur Erholung ins Grüne: Natur und frische Luft stehen symbolisch für Fitness, Gesundheit und Wohlbefinden. Tiefes Einatmen etwa soll beruhigen und Yoga im Freien noch mehr Kraft geben. Wir brauchen Luft weil sie uns mit dem überlebenswichtigen Sauerstoff versorgt. Diesen nutzen wir in der Zellteilung. Feinstaub und andere Substanzen verschmutzen zunehmen unsere tägliche Stadtluft. Das belastet die Lunge, Bronchien und die Atemwege, sowie die Schleimhäute. Von frischer Luft erhoffen wir uns deshalb, dass sie eine fast reinigende Wirkung hat. De facto kann sich vor allem salzhaltige, aber auch Luft mit hoher Luftfeuchtigkeit positiv auf die Atemwege auswirken.

Urlaub in den Bergen und am Meer

Einen besonders positiven Effekt auf unsere Atemwege und Gesundheit soll sowohl Berg- als auch Meerluft haben. Allerdings belegt eine österreichische Studie, dass bei Bergluft die Höhe entscheidend ist – denn alles über 2000 Metern ist für den Körper eher anstrengend. Darunter jedoch wirkt sich die dünnere Luft positiv auf den Stoffwechsel und Energieverbrauch aus. Wer allerdings schwach auf der Lunge ist, für den ist eher ein Urlaub im Allgäu oder einer ähnliche voralpinen Region zu empfehlen, da hier die frische Luft mehr Sauerstoff liefert. Urlaub am Meer ist dagegen vor allem für Menschen gut, die an Atemwegserkrankungen wie ständigen Nebenhöhlenentzündungen leiden. Denn die salzige Meeresluft regt die Durchblutung der Gefäße an und der Körper wird so mit mehr Sauerstoff versorgt. Aber auch Asthmatikern und Neurodermitikern empfiehlt man oft einen Urlaub am Meer. (Quelle)

Bild: BergeImLicht, shutterstock.com

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