Hüftgelenk trainieren: so beugen Sie Schmerzen vor

Deutschland liegt, was den Einbau von künstlichen Hüftgelenke angeht, im internationalen Vergleich ganz weit vorne.  Dabei sind längst nicht alle OPs auch wirklich notwendig und es kann immer auch  zu Komplikationen kommen.  Gerade das  Hüftgelenk, das in unserer modernen Gesellschaft oft falsch belastet wird, kann jedoch gezielt entlastete und trainiert werden. Wir sagen Ihnen, wie Sie selber vorsorgen können und einer Hüft-OP im Idealfall entgehen können.

Damit die Hüfte gar nicht erst anfängt zu schmerzen, ist ein regelmäßiges Training notwendig
Damit die Hüfte gar nicht erst anfängt zu schmerzen, ist ein regelmäßiges Training notwendig

Hüft-OP auf dem Vormarsch

Wir Deutschen sind Weltmeisten und zwar beim Krankenhausaufenthalt. Eine aktuelle Erhebung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt, dass in fast keinem anderen Land mehr Menschen in Krankenhäusern behandelt werden, als in Deutschland. Vor allem das Einsetzen von künstlichen Hüftgelenken ist eine der am meisten ausgeführten OPs. Dabei sind lange nicht alle OPs auch wirklich sinnvoll. So warnt die AOK davor, dass gerade die OPs, die nicht zwingend notwendig sind, für Kliniken besonders lukrativ sein können und deshalb ausgeführt werden. Das Beste, was wir als potentielle Krankenhaus-Patienten machen können, ist deshalb vorsorgen. Gerade das Hüftgelenk wird heutzutage durch viel sitzende Tätigkeit falsch belastet. Auf Dauer können so die motorischen Fähigkeiten eingeschränkt werden. Im schlimmsten Fall nutzt sich das Gelenk ab und es droht Arthrose.

 

Das Hüftgelenk entlasten

Zu aller erst ist es, wie auch für die Wirbelsäule und die Bandschieben wichtig, dass der Bewegungsapparat auch im Sitzen ideal gestützt wird. Da viele von uns jeden Tag mehrerer Stunden am Stück im Büro oder am Schreibtisch zu Hause sitzen, ist ein ergonomischer Arbeitsplatz von Nöten. Im besten Fall variieren Sie ihren Arbeitsplatz und nutzen immer mal wieder ein Stehpult, abwechselnd mit einem dynamischen Hocker oder Drehstuhl. Dabei gibt es verschiedene Hersteller, wie zum Beispiel Moizi, die aufeinander abgestimmte, ergonomische Sitzmöbel im Angebot haben. (mehr zum Hersteller Moizi gibt es im Internet)

 

Hüftgelenk trainieren

Wer rastet, der rostet und das gilt vor allem auch für unser Hüftgelenk. Dadurch, dass das Hüftgelenk ein Kugelgelenk ist und dreidimensionale Bewegung ermöglicht, muss es auch speziell belastet werden. Sie sollten am besten regelmäßig diese zwei Übungen ausführen und so das Hüftgelenk geschmeidig halten.

 

Erste Übung: Hüftstreckung

Um die Hüfte zu entlasten, können Sie ein Bein auf einen Hocker stellen und das andere Bein durchstrecken. Der Rücken muss dabei gerade bleiben. Dann schieben Sie das gebeugte Knie nach vorne. Becken und Oberkörper werden sich automatisch nach vorne bewegen. Abstützten können Sie sich mit einer Hand auf dem Knie. Ein leichtes Ziehen in der Leiste ist gut, bei starken Schmerzen ist jedoch Vorsicht geboten.

 

Zweite Übung: Hüfte in Rückenlange entlasten

Um das Hüftgelenk gezielt zu entlasten und in seine natürliche Position zu bringen,  können Sie sich auf den Boden legen und die Beine in den Boden drücken. Dann ziehen Sie das rechte, respektive das linke, Bein angewinkelt, mit Hilfe der Hände, die den Oberschenkel umfassen, zum Bauch und halten diese Position für ca. 15 bis 20 Sekunden ohne zu wippen.

 

Mehr Übungen für das Hüftgelenk finden Sie auch hier und bei express.de.

Bild: Juriah Mosin/shutterstock.com

 

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