Koffein in Kosmetika: glatte Haut und volles Haar?

Koffein findet sich immer nicht mehr nur in unseren geliebten Latte Macchiato und Co. wieder, sondern auch vermehrt in dem einen oder anderen Kosmetikartikel. Besonders als Frischekick für die müde Augenpartie, im Shampoo als Wundermittel für starkes Haar oder als Zusatzstoff der Anti-Cellulite-Creme wird Koffein eingesetzt. Kein Wunder, denn die gute, alte Kaffee-Bohne ist voll mit Antioxidantien und wirkt hautstraffend. Aber was ist wirklich dran an dem Koffein-Kosmetik-Trend? Müssen wir jetzt alle den Kaffee auf die Haut kippen um jünger auszusehen?

 

Kaffeetrinken war gestern; heute sorgt Koffein in Kosmetika für schöne Haare und eine straffe Haut
Kaffeetrinken war gestern; heute sorgt Koffein in Kosmetika für schöne Haare und eine straffe Haut

 

Koffein: gut für die Haut

Über die Vorzüge des Kaffeegenusses haben wir ja schon berichtet. Jetzt geht es jedoch nicht um die ein oder andere Tasse Kaffee am Nachmittag, sondern um die Vorzüge von Koffein in der Kosmetik. Denn immer mehr Produkte werben mit dem Zusatzstoff Koffein. Dabei ist der Hype um Kaffee in der Kosmetik gar keine Neuerscheinung, denn schon unsere Großmütter wussten, dass Kaffeesatz die Haut strafft und der Teebeutel geschwollenen Augen wieder ansehnlich macht. Das liegt vor allem an der Eigenschaft des Koffeins. Ob aus der Kaffeebohne, aus Teesträuchern oder synthetisch hergestellt: Koffein hat eine Hautstraffende Wirkung. Die Enzyme im Koffein können den Fettstoffwechsel ankurbeln und haben dazu noch eine entwässernde Wirkung. Durch die Aktivierung des Enzymes Triacylglycerollipase wird Fett in Fettsäure und Glycerin gespalten. Besonders interessant für die Kosmetikindustrie ist jedoch die hautstraffende Wirkung von Produkten mit Koffein. Kein Wunder also, dass immer mehr Anti-Cellulite-Cremes den Zusatzstoff Koffein aufweisen. Natürlich sind diese Cremes auch kein Wundermittel, denn Cellulite kann nur aktiv mit einer gesunden Ernährung und Muskelaufbau bekämpft werden, um jedoch schnell  ein etwas glatteres Hautbild zu erlangen sind diese Lotionen eine gute Option.

 

Weg mit den Augenringen

Ein weiteres Einsatzgebiet von Koffein in Tiegelchen und Tübchen ist die Augenpflege. Schon unsere Großmütter wussten, dass der Teebeutel auf den Augen wahre Wunder wirkt. Das enthaltene Koffein im grünen oder schwarzen Tee sorgt dafür, dass verquollene Augen schnell abschwellen. Wer also nicht in teure Koffein-Sticks investieren möchte, kann sich auch einfach einen Teebeutel aufs Auge legen. Aber aufgepasst: den Beutel erst abkühlen lassen und bei Jucken oder Brennen sofort entfernen. Ansonsten können Sie auch einfach zwei Wattepads nehmen, in kalten Kaffee eintauchen und dann ab damit aufs Auge.
 

Schöne Haare dank Koffein?

Auch in Shampoos und Pflegespülungen findet sich Koffein als Wundermittel wieder. Laut vielen Herstellern soll es die Haarstruktur stärken und, besonders ab einem gewissen Alter, wieder für mehr Fülle sorgen. Eine Studie der Friedrich Schiller Universität in Jena aus dem Jahr 2007 belegt, dass Koffein den Haarwuchs unterstützen kann. Ob die auf dem Markt erhältlichen Koffein-Shampoos jedoch wirklich eine Löwenmähne garantieren ist nicht belegt. Neben dem vermehrten Haarwachstum kann eine Haarkur mit Koffein jedoch auch für mehr Glanz bei schwarzen oder roten  Harren sorgen. Dazu müssen Sie einfach die Haare regelmäßig mit unbehandeltem schwarzem Kaffee spülen.

Dann heißt es jetzt also nur noch ein ordentliches Pfund Kaffee online bestellen oder ganz klassisch in den Supermarkt joggen und sich die feinen Bohnen besorgen.  Und anstatt in der Küche wird der Kaffee ab heute im Beauty-Schränkchen aufbewahrt.

Mehr Informationen und Tipps für ein gelungenes Kaffee-Peeling finden Sie auch hier.

 

Bild: Bairachnyi Dmitry /shutterstock.com

 

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