Teufelskralle: Heilpflanze statt Teufelsgewächs

teufelskralle
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Der Name dieser Pflanze lässt ganz anderes vermuten, als Heilwirkungen, jedoch täuscht das. Denn den Namen verdankt die Teufelskralle nicht ihrer Wirkung, sondern ihren Früchten, die an die Krallen des Teufels erinnern, wenn sie sich mit ihren Haken an Menschen und Tieren festheften und kaum mehr loszubringen sind.

Biologische Daten

Die Teufelskralle kommt ursprünglich aus Der Kahari-Wüste in Südafrika und Namibia. Ihr biologischer Name lautet Harpagophytum procumbens. Diese Pflanze entwickelt bis zu 1,5 Meter lange, flach am Boden liegende Triebe und besitzt große, hellrote bis purpurrot gefärbte Blüten. Die Früchte der Teufelskralle sind verholzt und harken sich an Gegenständen und Lebewesen fest und sorgen so für die Verbreitung der Pflanze. Die Wurzel ist groß und knollig.

Heilpflanze Teufelskralle

Erst in den letzten Jahr erlangte die Teufelskralle in der Medizin große Bedeutung. Verwendet werden dabei nur die verdickten Abschnitte ihrer Speicherwurzel, die jedoch bis zu 600 Gramm schwer werden können. Die Teufelskralle hilft bei Entzündungen, da sie diese hemmt und außerdem ist sie auch schwaches Schmerzmittel. Jedoch ist die Teufelskralle auch aufgrund ihrer Hemmung eiweißabbauender Enzyme bei der Behandlung von Arthrose eingesetzt. Zusätzlich regt diese Heilpflanze auch noch die Magensaftsekretion und die Galleproduktion an. Deswegen soll Teufelskralle auch bei Appetitlosigkeit helfen

Dosierung und Anwendung

Die häufigste Darreichungsform der Teufelskralle ist in Form von Tee oder einer Tinktur. Jedoch ist sie auch in Fertigarzneien in Tablettenform oder Salben im Handel erhältlich. Bei Appetitlosigkeit werden 1,5 Gramm als Tageshöchstdosis genannt, bei allen anderen Anwendungsgebieten geht man von einem Höchstsatz von 4,5 Gramm aus. Wenn man sich selbst einen Teufelskrallentee zubereiten möchte, nimmt man am besten 4,5 Gramm getrocknete und gehackte Teufelskrallenwurzel und übergießt diese mit 300 ml Wasser. Den Tee sollte man dann allerdings 8 Stunden lang ziehen lassen, bevor man ihn zu sich nimmt. Die Wirkung der Teufelskralle entfaltet sich bei einer regelmäßigen Einname erst nach ca. 3 Wochen, aus diesem grund ist die Teufelskralle nicht als akutes Schmerzmittel geeignet.

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