Allergien im Haushalt: nicht nur Milben können Allergene

Über Jahre hinweg war alles gut und plötzlich juckt und brennt es: Atemnwege, Augen oder auch Haut reagieren allergisch – nur auf was? Besonders im Haushalt befinden sich das ganze Jahr über Stoffe, auf die wir allergisch reagieren könnten. In der Natur sind es zumeist nur die Pollen. Daheim sind es Milben, Putzmittel, Duftstoffe, Nahrungsmittel oder auch Tenside. Dazu kommt, dass sich Allergien oft schleichend entwickeln: irgendwann hat der Körper sprichwörtlich genug davon. Bis wir herausgefunden haben, was es sein könnte, vergeht eine juckende Zeit.

Allergie im Haushalt
Der Pricktest zeigt, ob man gegen Tierhaare oder Pollen allergisch ist. Für Duftstoffe gibt es den Epikutantest.

Unterschiedliche Ausprägungen einer Allergie.

Allergien zeigen sich in unterschiedlich starken Ausprägungen und können sowohl Schleimhäute, die Haut oder den sogenannten Gastrointestinaltrakt betreffen. In manchen Fällen kann aus so einer allergischen Reaktion gar ein akuter Zustand entstehen: der anaphylaktische Schock. Daneben können allergieauslösende Stoffe wie Tenside oder Duftstoffe sich auch negativ auf bereits bestehende Krankheiten, wie etwa Neurodermitis auswirken. Außerdem wird bei Allergien zwischen echten und Pseudoallergien unterschieden: bei letzterer ist das Immunsystem jedoch nicht beteiligt und bildet keine Antikörper. Hinzu kommt, dass Allergien sich oft erst im Laufe der Zeit entwickeln. Deshalb fällt es dann so schwer, den Auslöser lokalisieren zu können.

Herausfinden worauf man allergisch reagiert

Mit Allergenen kommen wir auf unterschiedliche Weise in Berührung: wir atmen sie ein, essen sie mit der Nahrung oder aber unsere Haut kommt damit in Kontakt. Meist zeigt dann auch die entsprechende Körperregion die Allergie. Bekannt für allergische Reaktionen sind Hausstaubmilben, Tierhaare oder auch Nüsse. Aber auch Duftstoffe oder Tenside können allergische Reaktionen hervorrufen: Waschmittel, Duschgel oder Spülmittel werden dann urplötzlich zum Feind.

Allergie-Tagebuch führen

Wer eine Allergie an sich bemerkt, tippt zunächst auf alle neuen, ungewohnten Produkte. Doch da wir auch auf „liebgewonnenes“ nach einiger Zeit allergisch reagieren können, sollte man bei der Ursachenforschung anders vorgehen: am besten schreibt man sich Situationen auf, in denen man die Symptome hatte. Wo und wann, was tat man dabei und wer war um einen herum. Wahlweise findet man so entweder schnell selber den Übeltäter oder aber konsultiert einen Arzt. Der kann einem dann auch entsprechende Medikamente verschreiben.

Bild: Alexander Raths, shutterstock.com

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