Kürbis: Halloweenzeit ist Kürbiszeit

viele Halloween-Kürbisse
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Jetzt stehen sie schon wieder vor vielen Türen oder auf vielen Fensterbrettern: Die Geistergesichter aus Kürbissen. Aber Kürbisse sind nicht nur für diesen Spaß zu haben, sondern bieten noch jede Menge anderer Dinge. Aus diesem Grund informieren wir Sie über diese Pflanze.

Geschichte

Der Kürbis ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Bereits 10.000 vor Christus ernährte er bereits die Menschen, dies belegen prähistorische Funde. Allerdings wurde damals weniger das Fleisch der Kürbisse gegessen, sondern vor allem ihre Kerne, da diese sich gut lagern ließen und viel Öl und Eiweiß enthielten. Das Fruchtfleisch dagegen schmeckte eher bitter und war außerdem auch leicht verderblich. Heute wird der Kürbismarkt eigentlich von zwei Sorten bestimmt: dem Riesenkürbis, Cucurbita maxima, und dem gewöhnlichen Kürbis, Cucurbita pepo.

Ursprung

Der Kürbis stammt aus Lateinamerika. Mit der Entdeckung Amerikas gelangte er dann auch nach Europa, wo bisher nur seine Verwandten, die Gurken und Melonen bekannt waren, die aus Indien eingeführt worden waren. Allerdings sind noch heute Mittel- und Südamerika die wichtigsten Anbaugebiete der Kürbisse. In Europa führen Italien und Spanien die Spitze an.

Das Besondere am Kürbis

Kürbisse entwickeln die größten Früchte der Erde. Die Fruchtgröße  ist ejdoch ganz unterschiedlich, sie reicht – je nach Sorte und Kultur – von weniger als apfelgroß groß bis hin zu Riesenfrüchten von über einem Meter Durchmesser, über drei Meter Umfang und bis zu 150 Kilogramm. Es gibt auch richtige Wettbewerbe, wo der größte Kürbis gesucht wird, hier sind dann 500kg keine Seltenheit mehr. Erstaunlich ist auch die Vielzahl an Formen und Farben.

Nähr- und Inhaltsstoffe

Das Fruchtfleisch der Kürbisse ist sehr kalorienarm, weswegen es auch häufig Bestandteil verschiedenster Diäten ist. Außerdem enthält der Kürbis viele wichtige Nährstoffe. Genauso wie Gurken oder Melonen bestehen Kürbisse aus ca. 90% Wasser. Die orange Farbe erhält der Kürbis durch seinen hohen Anteil Carotinoiden. Das Beta-Carotin ist die Vorstufe des Vitamins A und unterstützt unsere Augenfunktionen. Außerdem sind die Carotinoiden Antioxidantien, die freie Radikale im Körper unschädlich machen. Außerdem gelten sie als Schutzfaktor gegen Krebs, Herz- und Gefäßkrankheiten.

Weitere Inhaltsstoffe

Außerdem enthalten Kürbisse besonders viel Kalium, das den Flüssigkeitshaushalt des Körpers regelt. Zudem sind natürlich Ballaststoffe wertvolle Inhaltsstoffe für unseren Körper, die der Kürbis auch in rauen Mengen liefert. Ballaststoffe sind wichtig für unsere Verdauung und schützen vor so mancher Krankheit. Zudem n enthält Kürbisfleisch auch Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Selen, Vitamin E und C sowie B-Vitamine, allerdings in geringeren Mengen.

Kürbiskerne und Kürbiskernöl

Die Samen der Kürbisse sind allerdings kalorienreich. 100 Gramm Kürbiskerne enthalten ca 500 Kalorien und mehr als 45 Gramm Fett. 20 Gramm Kürbissamen entsprechen also dem Energielevel einer Zwischenmahlzeit und etwa einen Esslöffel Öl. Allerdings ist das Öl der Kürbiskerne sehr wertvoll, da es aus ca. 50% ungesättigten Fettsäuren besteht. Kürbiskernöl ist damit leicht verdaulich und erleichtert das Aufnahmen von Nährstoffen. Auch Mineralstoffe, wie Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen, sind reichlich enthalten. Außerdem enthalten Kürbiskerne Selen, das durch seine antioxidative Wirkung die Zellen schützt. Zudem ist auch viel Vitamin E in dem Öl enthalten.

Kürbis als Medizin

Kürbisse sind sehr wertvolle Heilpflanzen. Schon sehr lange ist bekannt, dass sie sich positiv auf Blasen- und Harnleiden auswirken. Allerdings ist das noch nicht alles: Die antioxidativen Inhaltsstoffe wehren freie Radikale ab und helfen so unserem Immunsystem. Außerdem werden Kürbiskerne und ihr Öl empfohlen, wenn man unter einem Prostataleiden leidet. Es ist sogar wissenschaftlich belegt, dass Kürbiskerne bei gutartigen Prostatavergrößerungen eine heilende Wirkung zeigen. Im Fruchtfleisch ist außerdem viel Kieselsäure enthalten, die sich positiv auf Bindegewebe, Haut und Nägel auswirkt. Der Gartenkürbis wurde 2005 sogar als Heilpflanze des Jahres gekürt.

Der Kürbis in der Küche

Der Kürbis ist sehr vielseitig, er kann auf fast jede erdenkliche Art zubereitet werden. Er kann in Suppen, Hauptgängen, Salaten, Soßen und Desserts Anwendung finden. Da wir nicht alles aufzählen können, was Sie mit einem Kürbis anstellen können, geben wir Ihnen nur einige Tipps: Wenn beim Laternenschnitzen für Halloween größere Mengen an Fruchtfleisch anfallen, können Sie diese einfach klein schneiden, blanchieren und bis zur weiteren Verwendung einfrieren. Ingwer, Chili, Curry, Knoblauch, Zwiebel und Essig lassen den Kürbis pikant werden. Zimt, Süßweine, Liköre, Ananas, Äpfel, Erd- und Himbeeren und Orangen dagegen geben dem Kürbis eine süße Note. Kürbiskernöl hat einen nussigen Geschmack und kann schon mit ein paar Tropfen jeden Salat verfeinern.

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