Sport trotz Bandscheibenvorfall?

Ist der Schmerz besiegt, dann darf nach einem Bandscheibenvorfall auch wieder Sport getrieben werden. Das dient zum einen ein Stück weit der Prävention, muss aber zum anderen auch mit einer gewissen Vorsicht ausgeübt werden. Je nach Schweregrad eignen sich einige Sportarten nicht mehr, um sie noch zu betreiben. Außerdem sollten bestimmte Tätigkeiten, wie etwa schweres Heben, vermieden werden.

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Oft muss übrigens gar nicht operiert werden bei einem Bandscheibenvorfall.

Mit Sport dem Bandscheibenvorfall vorbeugen?

Das geht nur bedingt. Freilich sind eine starke Becken- und Rückenmuskulatur wichtig, um dem Körper die nötige Kraft zu geben, wenn man etwa viel Heben oder aber auch Sitzen muss. Ganz vermeiden lässt sich ein Bandscheibenvorfall so aber nicht, da dieser vor allem durch eine sogenannte Bindegewebsschwäche auftritt.

Oft sind Personen betroffen, die viel Sitzen – klassische Bürojobs – oder aber schwer heben müssen, etwa in der Pflege von Menschen. Wer beispielsweise durch die Pflege eines nahen Angehörigen einen Bandscheibenvorfall erleidet, sollte unbedingt in Folge einen Pflegedienst engagieren.

Rückenmuskulatur stärken und Erschütterungen vermeiden

Trotzdem entstehen bis zu 80 Prozent aller Rückenerkrankungenaufgrund einer schlecht ausgebildeten Rückenmuskulatur. Diese kann man vorbeugend mit gezielter Rückengymnastik, Kraftübungen oder auch Schwimmen aufbauen. Wer bereits unter einem Bandscheibenvorfall leidet, der sollte anschließend mit dem Arzt abklären, welche Sportarten noch erlaubt sind.

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Unter Wasser fällt uns unser Gewicht nicht so zur Last.

Empfohlen werden meist die sogenannten „orthopädischen Sportarten“ – Schwimmen, Tanzen, Joggen und Nordic Walking oder aber auch Reiten – allerdings muss immer individuell je nach Schweregrad geklärt werden, ob es noch „erlaubt“ ist. Beispielsweise kann reiten durch die Erschütterung gefährlich werden oder auch das Joggen auf hartem Untergrund eine Belastung sein.

Oft wird deshalb auch zu sanften Sportarten wie Yoga oder Entspannungstraining geraten. Dabei wird nicht nur die Muskulatur gestärkt, sondern bereits bestehende Verspannungen sollen gelöst werden.

Außerdem wird zu Rehabilitationszwecken manchmal auch noch auf Wassergymnastik zurückgegriffen. Die Übungen, die wir unter bzw. im Wasser ausführen, sind schonender für die Knochen, da wir im Wasser leichter sind. Unser Gewicht lastet also dabei nicht so stark auf dem Skelett und wir können schonend Gymnastikübungen machen.
Bilder: Robert Kneschke, shutterstock.com / AMA, shutterstock.com

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