Brustkrebs: Partner leiden mit

junger, verzweifelter Mann
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Schwere Erkrankungen sind nicht für den Betreffenden schwierig zu verarbeiten und durchzustehen, sondern auch für seinen Partner. Dieser versucht dem Erkrankten die Kraft für die Bekämpfung der Heilung zu geben und bleibt dabei selbst oft auf der Strecke, was meistens erst bemerkt wird, wenn es zu spät ist. Eine Studie in Bezug auf Brustkrebs, zeigte, dass die Ehemänner der Patientinnen ein erhöhtes Risiko für schwere Depressionen haben.

Studie

Eine dänische Forschergruppe um Christoffer Johansen untersuchte, wie viele Lebenspartner von an brustkrebserkrankten Frauen sich aufgrund von Depressionen, bipolaren Störungen oder anderen affektiven Störungen behandeln ließen. Das Ergebnis ist doch recht verblüffend, denn wenn bei der Partnerin die Diagnose Brustkrebs gestellt wird, bedeutet dies für den Angehörigen eine Vergrößerung des Risikos um 39%, an einer affektiven Störung zu erkranken. Je schwerer die Bekämpfung des Krebses war, desto mehr steigerte sich auch das Risiko für den Lebenspartner.

Vorbeugende Maßnahmen sinnvoll

Wenn der Krebs nicht besiegt werden kann und die Partnerin stirbt, dann erhöht sich das Depressionsrisiko des Mannes sogar um 3,6-fach. Brustkrebs nimmt also sowohl Einfluss auf die Patientin, als auch auf ihren Lebenspartner, was viele Menschen vergessen. Johansen schläft deswegen vor, vorbeugend auch den Lebenspartner zu untersuchen, indem man ihn einem Screening unterzieht und so frühzeitig depressive Symptome erkennt. In der Partnerschaft selber sollte die Krankheit kein Tabuthema sein, sondern es sollte darüber geredet werden.

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