Capoeira: brasilianische Kampfkunst mit Eleganz

Mit fliegender Leichtigkeit wirbeln die Sportler durch die Luft: Capoeira ist ein ganzheitlicher Kampfsport, der seinen Ursprung in Brasilien hat. Hinter dieser Sportart verbirgt sich ein Kampftanz, der Drehtritte, gedrehte Sprünge und Akrobatik verbindet. Wesentlich für Capoeira ist auch die traditionelle Musik und das sogenannten Roda – ein Kreis indem die Tänze stattfinden. Für westliche Sportler ist diese Kampfkunst reizvoll, da sie sowohl die Muskeln trainiert als auch Platz für Rhythmus und Tanz lässt. Capoeira ist ein echter Gruppensport und bringt Spaß!

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Um die Kämpfer herum bildet sich ein Kreis – der sogenannte Roda

Klare Regeln bestimmen den Tanz

Wie in den allermeisten Kampfsportarten gelten auch beim Capoeira klare Regeln. Sie stammen noch aus den afrikanischen Ursprüngen des Tanzes und sind seither nur mündlich überliefert worden. Beim Erlernen der Techniken werden auch die Regeln weitergegeben. Zentral dabei ist der Gedanke, dass es kein statischer Kampfsport sein solle, sondern beide Sportler immer in Bewegung sind – die Angriffe erfolgen dann aus der Bewegung heraus. Das ist auch der Grund, wieso der Sport auf Betrachter wie ein Tanz wirkt – hinzu kommt noch die Musik. Dabei werden nicht nur viele verschiedene Muskelgruppen trainiert, sondern auch Beweglichkeit und Koordination geschult. Mittlerweile gibt es auch Work-Outs, die sich an Elementen des Capoeiras bedienen.

Bekleidung und Gürtel

Auch im Capoeira gibt es eine traditionelle Kampfkleidung, die aus einer Hose und einem oft farbigen Shirt besteht – erhält etwa hier im Kampfsportbekleidung-Shop. Gürtel gibt es nur noch in der Stilrichtung „Regional“. Um einen solchen Gürtel zu erlangen werden meist bestimmte Anforderungen an den Kämpfer gestellt – etwa eine bestimmte Zeit im Roda mit einem Meister zu spielen oder Wissen über die Musik. Bei den Farben der Gürtel gibt es dann allerdings verschiedene Gruppen, die unterschiedliche Systeme nutzen. Für die traditionellen Kämpfer gilt ein Farbsystem, dass an den Weg der Sklaven von Afrika nach Amerika erinnern soll. Eher sportlich ausgerichtete Gruppen haben dagegen das System aus Karate übernommen.

Bild: CREATISTA, shutterstock.com

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