FSME – Frühsommer-Meningoenzephalitis

zecke
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Sie lauern uns wieder auf: Die Zecken. Die FSME wird von Viren ausgelöst, die durch einen Zeckenbiss auf uns übertragen wird. Der Erreger benötigt eine Mindesttemperatur von 8° Celsius, deswegen tritt die Krankheit nur in den wärmeren Jahreszeiten auf. Die FSME kann in einigen Fällen zu Nervenschädigungen führen, selten auch zum Tod.

Symptome und Vorbeugung

Da es noch keine Heilung gegen die FSME gibt, wird dringend zu vorbeugenden Maßnahmen geraten. Dazu gehört zum Beispiel das Tragen langer Hosen und Ärmel in der Natur. Viele Ärzte raten auch zu einer FSME Impfung in risikoreichen Gebieten. Der Zeckenstich an sich ist schmerzlos, in den meisten Fällen wird er gar nicht bemerkt. Die FSME kann auf zwei verschieden Arten verlaufen, einmal bemerkt man sie fast gar nicht, dann spricht man von einer inapperenten FSME oder es kommt zu erkennbaren Symptome, dann wird sie als manifeste FSME bezeichnet. Während bei 70% der Erkrankungen keine Symptome erkennbar sind, kommt es bei ca. 30% zu Beschwerden.

Die manifeste FSME

Bei der manifesten FSME gibt es verschiedene Phasen. Die erste Phase verläuft ähnlich wie eine Grippe, es kommt zu Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen. Nur bei 10% der Infizierten geht die Krankheit dann in eine zweite Phase über. Zunächst kommt es zu 1 oder 2 Wochen ohne Fieber, dann beginnt der zweite Teil der FSME: Die Infizierung des Nervensystems, kommt es dazu, dann sollte der Patient ununterbrochen überwacht werden. Es gibt drei verschiedene Arten: Die Meningitis, bei der sich die Hirnhäute entzünden. Die Symptome sind Nackensteifhaut, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen, die Dauer beträgt ca. 1 –2 Wochen. Bei der Meningoenzephalitis treten zusätzlich noch Bewusstseinsstörungen, Krämpfe und  schwache Lähmungen auf, diese Form ist nach ca. 1 – 3 Wochen abgeklungen. Die schlimmste Äußerung ist die Myelo-Meningoenzephalitis. Bei ihr kommt es zusätzlich zu Lähmungen des Schultergürtels, der Arme und der Beine. Hier beträgt die Dauer 1 – 2 Monate.

Therapie

Es gibt ein spezielles Heilmittel gegen die FSME, deswegen werden nur die Symptome behandelt. Dem Patienten wird Bettruhe verschrieben. Außerdem muss er schmerzlindernde, krampflösende Beruhigungstabletten einnehmen. Kommt es zu Störungen des Nervensystems, kann es danach nötig sein, Krankengymnastik und ähnliches zu machen.

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