Gemeinsam stark gegen Übergewicht

übergewichtige Frauenbeine

übergewichtige Frauenbeine

 

Adipositas und Übergewicht betreffen immer mehr Menschen. Weltweit sind 1,5 Milliarden zu dick. Experten fürchten um die Gesundheit, betonen aber, dass der Kampf gegen das Übergewicht nicht nur dem Einzelnen überlassen werden soll, sondern dass weltweit Kampagnen gegen die Verfettung geführt werden müssen. Schuld an den überzähligen Kilos ist nämlich oftmals nicht allein der Betroffene, sondern auch sein Umfeld und die Umwelt hat große Auswirkungen auf sein Körpergewicht.

So viele Dicke wie nie zuvor

Inzwischen ist ein neuer Rekord für die Zahl der Übergewichtigen weltweit aufgestellt worden. Allerdings ist das kein Rekord auf den man stolz sein darf. Längst ist Übergewicht und Fettleibigkeit nicht mehr nur ein Thema, dass Amerika betrifft, sondern in der ganzen Welt häufen sich die Betroffenen. 1,5Milliarden Menschen sind zu dick, 500 Millionen gelten sogar als fettleibig. Wenn Sie sich unsicher sind, ob auch Sie zu dick sind, dann können Sie Ihr Idealgewicht berechnen

Auch Jugendliche und Kinder sind betroffen

Besondere Sorgen machen sich Experten auch bei den Jugendlichen und Kindern: 170 Millionen  Jugendliche wiegen mehr als sie sollten. Dies birgt viele Gefahren für Körper und Seele. Nicht nur gefährdete Gesundheit, die überlasteten Gelenke und die Unsportlichkeit stellen eine Belastung für die Jugendlichen dar, sondern auch Mobbing durch Gleichaltrige kann zu massiven psychischen Problemen führen. Die Experten sagen der Fettleibigkeit nun den Kampf an: Im Fachblatt „The Lancet“ fordern sie Maßnahmen.

Ursachen

Bisher ging man immer davon aus, dass übergewichtige Menschen selber schuld an ihren überzähligen Kilos sind, neue Ergebnisse zeigen aber, dass auch die Umwelt und das Umfeld eine entscheidende Rolle spielen. Der Autor des aktuellen Lancet-Leitartikels, David King von der University of Oxford erklärt: „Eines der Schlüsselergebnisse der aktuellen Forschung ist, dass der Mensch sehr viel weniger Einfluss auf sein Gewicht hat als er glaubt“. Er macht nicht Trägheit und übermäßigen Konsum von Lebensmitteln für die Fettleibigkeit verantwortlich, sondern er ist der Meinung, dass  die menschliche Biologie unter den gesellschaftlichen Bedingungen aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Maßnahmen

Damit das Übel Fettleibigkeit besser bekämpft werden kann, müssen sich auch die Maßnahmen ändern. Ähnlich wie beim Kampf gegen den Tabakkonsum, wollen die Experten Kampagnen ins Leben rufen, um auf die Probleme aufmerksam zu machen. Außerdem würden sie gerne flächendeckend Steuern für ungesunde Lebensmittel einführen. Ungesundes und Fettes ist ihrer Meinung nach einfach viel zu billig und damit eine große Verführung. Wer kocht heutzutage schon noch aufwendig frisch, wenn er die fertigen Speisen billiger bekommt?

Weitere Maßnahmen

Außerdem sehen es die Experten für sinnvoll an, den Junk-Food-Verkäufern nur noch eingeschränkte Werbung zu erlauben. Schulprogramme, die den Kindern und Jugendlichen gesunde Ernährung und einen sportlichen Lebensstil näher bringen soll, sind auch geplant. Verbote für Dickmacher, die speziell auf Kinder zugeschnitten sind, stehen auch im Raum. Laut den Experten können eben diese politischen Maßnahmen weit mehr bewirken als der Kampf des Individuums gegen seine Kilos.

 

Foto: © Kokhanchikov – Fotolia.com

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