Hausapotheke: Einmal Jährlich prüfen

HausapothekeDie Hausapotheke sollte in keinem Haushalt fehlen. Die meisten haben irgendwo auch ein Täschchen mit den wichtigsten Medikamenten, Verbänden, Pflastern und Fiberthermometer. Jedoch überprüfen die wenigsten ihre Haushaltsapotheke regelmäßig auf Haltbarkeit und Vollständigkeit.

Jährlich prüfen

Eine sorgfältige Prüfung sollte allerdings einmal im Jahr stattfinden, damit im Notfall keine bösen Überraschungen drohen. Unbrauchbare und nicht mehr benötigte Medikamentenreste sollten entsorgt werden. Im besonderen Fall gilt das für abgelaufene Arzneien. Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer in Berlin: „Ist das Verfalldatum eines Medikaments überschritten, darf es nicht mehr angewendet werden. Das gilt auch, wenn es äußerlich einwandfrei erscheint!“

Abgelaufene Medikamente können gefährlich werden

Das harmloseste was einem bei der Einnahme abgelaufener Arzneien passieren kann ist, dass die Wirkstoffe abgebaut worden sind und so das Medikament unterdosiert oder vollständig wirkungslos geworden ist. Allerdings können sich bei einigen Wirkstoffen auch toxische Nebenprodukte entwickeln, die im Falle einer Einnahme zu einer Vergiftung führen können. Auch ein mikrobieller Befall der Medikamente ist denkbar. Selbst bei einwandfreier Lagerung, verlieren Medikamente ihre Haltbarkeit und verändern sich auf längere Zeit gesehen. Äußerlich sieht man es ihnen oftmals nicht an, deswegen sollten Sie immer einen kritischen Blick auf das Verfallsdatum werfen.

Säfte und Tropfen

Ein besonderer Fall sind Säfte und Tropfen. Diese sind nach dem Öffnen meist nur wenige Wochen haltbar. Die Patienten sollten sich deshalb das Öffnungsdatum auf der Verpackung notieren und die Arznei nach der Ablauffrist entsorgen. Nehmen Sie Tropfen oder Säfte nicht mehr ein, wenn Sie schon länger geöffnet sind, das kann gefährlich für Sie werden! Auch Verbandsmaterial hat eine Haltbarkeitsfrist und sollte nach dem Ablauf von dieser nicht mehr verwendet werden. Sterile Binden könnten beispielsweise ihre Sterilität verloren haben und dann Infektionen auf den Wunden auslösen.

Lagerung der Hausapotheke

Am besten ist es, wenn Sie Ordnung in Ihrer Hausapotheke halten. Im Idealfall bewahren Sie alle Medikamente mit dem Beipackzettel im Originalkarton auf. Sollte der Beipackzettel nicht mehr auffindbar sein, können sich die Verbraucher in der Apotheke nach der richtigen Anwendung informieren. Am besten bewahrt man die Apotheke im Schlaf- oder Wohnzimmer auf, weil im Badezimmer oder in der Küche eine zu hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Wenn Kinder mit im Haushalt leben, sollten Sie Ihren Medizinschrank abschließen können.

Was gehört in die Hausapotheke

In die Hausapotheke gehört neben den individuell benötigten Medikamenten ein Grundstock an Arzneien. Dazu gehören Mittel gegen akute Erkrankungen wie Durchfall. Schmerzmittel sollten Sie immer in ausreichenden Mengen im Haushalt haben, genauso wie fiebersenkende Medikamente. Außerdem benötigt jede Hausapotheke Verbandsmaterial in Form von sterilen Mullbinden, Kompressen und Pflastern. Ein Fieberthermometer und eine Pinzette gehören genauso zum Grundstock wie ein Desinfektionsmittel. Empfehlenswert ist es außerdem, wichtige Nummern und Adressen, wie die des Hausarztes, des ärztlichen Notdienstes oder des nächsten Krankenhauses in der Hausapotheke aufzubewahren. Für den Notfall ist es auch nicht schlecht, wenn man eine Erste-Hilfe-Anleitung im Haus hat.

 Bild: © caoru – Fotolia.com

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