Innere Uhr ist angeboren

UhrUnser Gehirn ist von der Geburt an darauf programmiert, Tag und Nacht zu unterscheiden. Von Anfang richten wir unser Verhalten danach aus. Dies haben Forscher der University of Chicago an Untersuchungen mit Hamstern herausgefunden. Ihre Ergebnisse haben sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „PLoS One“ veröffentlicht.

Studienaufbau

Die Wissenschaftler blockierten ein Auge frischgeborener Hamster mit einer Kontaktlinse, so dass kein Licht mehr einfallen konnte. Dies geschah kurz nachdem die Hamster ihre Augen geöffnet hatten, aber noch bevor erste Lichtstrahlen das Auge erreichen konnten. Sie Tiere wuchsen daraufhin in einem normalen Hell-Dunkel-Rhythmus auf, wobei aber nur das freie Auge Informationen an das Gehirn senden konnte.

Forschungsablauf

Sobald die Tiere erwachsen waren, wurde ihnen die Kontaktlinse vom Auge entfernt und die Funktion des vorher abgedeckten Auges überprüft. Das Hamstergehirn war blind, was alle Reize betraf, die vor dem früher abgedeckten Auge auftraten. Trotzdem konnten die Hamster den Schlaf-Wach-Rhythmus innerhalb eines 24-Stunden-Tages synchronisieren. Dies bedeutet, dass die Tiere, obwohl sie nichts sehen konnten, trotzdem die aufgenommen Informationen verarbeiten konnten und so ihre innere Uhr einstellen konnten. Studienleiter Kampf-Lassin: „Zum ersten Mal konnten wir nachweisen, dass die Fähigkeit, den zirkadianen Rhythmus an die täglichen Lichtveränderungen anzupassen, nicht davon beeinflusst wird, wie viel Licht das Gehirn während der Entwicklung bekomm.t“

 

© A.Zieba – Fotolia.com

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