Illegale Pestizide in deutschen Johannesbeeren

Johannesbeeren
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Greenpeace fand in einer Untersuchung heraus, dass deutsche Johannesbeeren schwer mit illegalen Pestiziden belastet sind. Demnach untersuchten sie Beeren aus vier deutschen großen Handelsketten und brachten den Nachweis von bis zu 9 verschiedenen Pestiziden in den Beeren, die gesundheitsschädigend wirken.

Untersuchung

Greenpeace zeigte die Handelsketten bei den zuständigen Lebensmittelüberwachungsämtern angezeigt. Im Schnitt wurden 6 Pestizide in jeder untersuchten Johannesbeere gefunden. Die Folgen dieser Pestizide sind auch keineswegs harmlos, sondern können krebserregend wirken. Einige der Pestizide sind auch ein Nervengift, andere beeinträchtigen den Hormonhaushalt und können Nachwuchs verhindern. Einzig die Bio-Johannesbeeren wiesen keine Rückstände auf.

Industrieverband Agrar weist Vorwürfe zurück

Der Industrieverband Agrar weist die Vorwürfe von Greenpeace zurück. Angeblich seien teilweise überhaupt keine Rückstände nachgewiesen worden und wenn, dann seien sie nur unter den Grenzwerten gewesen und damit keineswegs illegal. Agrar ist der Meinung, Greenpeace wollte mit diesen „reißerischen Behauptungen“ nur auf seine Pestizidkampagne aufmerksam machen. Wer letztendlich die Wahrheit spricht, wird sich noch zeigen. Wer bis dahin weiterhin deutsche Johannesbeeren genießen will, sollte eventuell vielleicht doch lieber auf die Bio-Beeren umsteigen, nur um ganz sicher zu gehen.

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