Krebs: Sport als Therapie

Krebstherapie: Sport ist wichtigEine Krebstherapie hinterlässt bei den meisten Patienten ihre Spuren. Viele fühlen sich abgeschlagen, müde und leiden unter unangenehmen Nebenwirkungen. Trotzdem ist es umso wichtiger sich auch in den schweren Zeiten der akuten Therapie sportlich zu betätigen. Neben der medizinischen Behandlung, kann Sport vielen Patienten helfen schneller zu genesen. Die sportliche Betätigung sollte auch schon während Chemo und Co. einsetzen und auch als integraler Teil der Krebsnachsorge weiter betrieben werden um den Körper zu stärken.

 

Sport trotz Krebserkrankung: schon während der Therapie trainieren

Schonen, Schonen, Schonen lautete lange Zeit das Mantra von Ärzten, wenn sie von ihren an Krebs erkrankten Patienten über die Richtlinien der Therapie gefragt wurden. Neue Studien  zeigen jedoch, dass genau das Gegenteil eine schnellere und bessere Heilung verspricht. Die heilende Wirkung von Strahlentherapie, Operationen und Chemo können mit regelmäßigem Sport unterstützt werden. Die Forschung hat diesen Zusammenhang auch in Deutschland entdeckt und Tagungen, wie aktuell das „Sport und Krebs 2011: Bedeutung für Prävention und Prognose” Symposium in München zeigen, dass Sport als eine ernstzunehmende Waffe im Kampf gegen den Krebs angesehen wird. Die präventive Kraft der körperlichen Betätigung wurde schon in vielen Studien bewiesen. Bei Frauen, die regelmäßig Sport treiben, verringert sich zum Beispiel das Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Eine Erklärung warum Sport auch während der Behandlung gut für die Gesundheit ist, könnte sein, dass es den Patienten aus der Passivität holt und Bewegung Freude schafft.

Die Krebstherapie  wird  optimal durch regelmäßigen Sport ergänzt
Die Krebstherapie wird optimal durch regelmäßigen Sport ergänzt

 

Training auf die Erkrankung abstimmen

Ziel  der sportlichen Betätigung während einer Krebserkrankung ist es, den Körper fitter zu machen und Muskeln zu stärken. Laut der Medizinerin Prof. Petra Feyer vom Vivantes-Klinikum Berlin-Neukölln sollten Patienten dreimal die Woche ca. 30 Minuten trainieren. Dazu eignet sich ein gemäßigtes Kraft- und Ausdauertraining bei dem immer wieder zwischen aktiver Belastung und Ruhephasen gewechselt wird. Zu beachten ist natürlich auch die Art der Krebserkrankung. Wenn Operationen erst einige Tage zurück liegen und der Körper anderweitig durch Fieber geschwächt ist sollte bis auf weiteres erstmals auf starke körperliche Betätigung verzichtet werden. Ausdauersportarten, wie Nordic Walking oder Fahrradfahren, eignen sich besonders gut auch über die akute Therapie hinaus, als regelmäßig zu betreibende Sportarten.

 

Krebsnachsorge:  Sport ist wichtig und befreit von Müdigkeit und Ängsten
Krebsnachsorge: Sport ist wichtig und befreit von Müdigkeit und Ängsten

 

Krebsnachsorge: Durch Sport gesund bleiben

Auch wenn die akute Behandlung überstanden ist und der Patient als therapiert gilt, ist Sport wichtig um den Körper weiterhin zu stärken und eine erneute Erkrankung zu verhindern.  Viele Krebspatienten kämpfen nach einer Chemotherapie auch mit dem sogenannten Fatigue-Syndrom und fühlen sich trotz Abschluss der Behandlung weiterhin schlapp und müde. Um diese Abgeschlagenheit und eventuell auch die Angst vor einer erneuten Erkrankung zu bekämpfen, hilft regelmäßige Krankengymnastik und die Fortführung des Ausdauertrainings. Ergänzend helfen auch Spaziergänge und ein Aktivurlaub, der neue Lebensgeister weckt. Darüber hinaus ist es jedoch immer wichtig sich, während und nach der Behandlung, mit dem behandelnden Arzt abzusprechen und das Sportprogramm optimal auf die Bedürfnisse abzustimmen, denn nur so können Krebspatienten von der heilenden Kraft der Bewegung profitieren.

 

Foto 1: Alexander Raths /shutterstock.com, Foto 2: Kurhan /shutterstock.com,:Foto 3: Kurhan /shutterstock.com

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