Rückenprobleme in der Arbeit: Das können Sie tun

Mann hat RückenschmerzenViele Arbeitnehmer, die im Büro tätig sind, leiden unter Rückenproblemen. Viele haben sich in ihr Schicksal ergeben und leben mit ihren Verspannungen, ohne etwas dagegen zu tun. Doch das muss nicht sein, wir geben Ihnen Tipps, wie Ihre Rückenschmerzen bald der Vergangenheit angehören.

Mittags-Massage oder Krankengymnastik

Nils Graf Stenbock-Fermor, Vorsitzender des Deutschen-Orthopäden-Verbands in Aachen, empfiehlt die Mittagspause ruhig ab und zu für einen Gang zum Masseur oder zur Krankengymnastik zu nutzen. Die richtigen Übungen helfen nicht nur dabei, die Verspannungen loszuwerden, sondern fördern auch die Kreativität am Arbeitsplatz. In einigen größeren Firmen kommen sogar Physiotherapeuten samt Massagebank oder Gymnastikball in den Betrieb und behandelten dort die Mitarbeiter. Dies steigert die Produktivität und wird deswegen von der Chefetage gefördert. Allerdings trifft man dieses Modell noch sehr selten an.

Verspannungen vorbeugen

Am besten ist es natürlich, erst gar keine Verspannungen entstehen zu lassen. Dafür gibt es einige kleine Regeln, die sich ganz einfach umsetzen lassen. Angefangen beim Computerbildschirm. Dieser sollte auf Augenhöhe sein, damit der Arbeitnehmer direkt hineinsehen kann. Ein zu niedriger Display verleitet nämlich zum krumm sitzen und Kopf absenken, was wiederum Verspannungen fördert. Auch Kopfschmerzen können so vermieden werden. Ein gerader Sitz ist für unsere Wirbelsäule sehr wichtig. Überprüfen Sie also am besten noch heute die Höhe Ihres Computerbildschirms.

Der Stuhl

Auch der Stuhl gehört richtig eingestellt. Viele Bürotätige sitzen zu niedrig. Die Stuhlhöhe sollte am besten so eingestellt sein, dass die Ellbogen frei in der Luft schweben und nicht abgestützt werden. Ein Winkel von 80-90° zwischen Unter- und Oberarm gilt als ideal. Besonders effektiv ist auch ein Ball als Stuhlersatz. Dadurch, dass der Arbeitnehmer ständig sein Gewicht verlagern muss, um im Gleichgewicht zu bleiben, bleiben die kleinen Muskel angeregt. Dies lockert auf und fördert ein gerades Sitzen.

Weitere Tipps

Umfassen Sie die Maus immer möglichst locker. Wenn Sie sie zu fest umklammern und sich verkrampfen, droht eine Sehnenscheidenentzündung. Diese ist sehr schmerzhaft und muss langsam auskuriert werden. Unterarmpolster vor der Tastatur sind zwar anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber schonen die Gelenke. Wenn Sie lange sitzen, sollten Sie immer mal wieder kleine Übungen mit den Füßen machen, sie zum Beispiel kreisen. Das lockert auf und lässt sie entspannen. Nutzen Sie Telefongespräche, um einen Arm zu kreisen oder einmal bewusst gerade zu sitzen.

Gedanken und Motivation

Auch der Kopf und seine Gedanken können bei Verspannungen, Haltungs- und Gelenkproblemen eine Rolle spielen. Angestellte in der öffentlichen Verwaltung klagen demnach beispielsweise mehr über Gelenkschmerzen bei der Computerarbeit als Arbeitnehmer in kreativen Branchen. Stenbock-Fermor vermutet, dass dies mit einer gesteigerten Motivation zusammenhängt. Mitarbeiter in kreativen Bereichen, wie beispielsweise Designer, sind seiner Ansicht nach häufig mit mehr Elan bei der Arbeit.

Persönlichen Weg finden

Jeder Mitarbeiter muss seinen persönlichen Weg finden, um seine Verspannungen loszuwerden. So manch einen hilft es vielleicht schon, sich mittags in einen Park zu begeben und einfach frische Luft zu schnappen. Ein anderer findet Erholung und Entspannung bei der Massage und wieder ein anderer gibt sich mit kleinen Übungen am Arbeitsplatz zu frieden. Eines sollten Sie allerdings immer beachten: Sie sollen sich grundsätzlich mehrmals am Tag ein paar Sekunden Zeit nehmen, um einfach mal tief durchzuatmen und sich zu strecken. Schon das kann Wunder wirken.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*