Schlafapnoe: Atembeschwerden während der Nacht führen zu Depressionen

Das Schlafapnoe-Syndrom, das zu Atemstillständen während des Schlafes führt, kann laut einer neuen Studie Depressionen hervor rufen. Menschen, die unter Schlafapnoe leiden, werden während der Nachtruhe immer wieder durch Atemaussetzer aus dem Tiefschlaf gerissen. Im Alltag führt die Schlafstörung zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit und laut des Centers for Disease Control and Preventation auch zu Depressionen.

Schlafstörungen können zu Depressionen führen
Schlafstörungen können zu Depressionen führen

 

Das Schlafapnoe-Syndrom

Viele Betroffene sind sich nicht bewusst, dass Sie nachts immer wieder aufhören zu atmen und aus dem Tiefschlaf gerissen werden. Das Schlafapnoe-Syndrom führt in vielen Fällen nicht dazu, dass die Patienten bewusst aufwachen. Durch das kurzzeitige Aussetzten der Atmung wird jedoch die gesunde Schlafphase unterbrochen. Symptome dieser Schlafstörung können Schnarchen, unruhiger Schlaf und starke Tagesmüdigkeit sein. Der Schlaf ist durch die Unterbrechungen nicht erholsam und dies führt laut einer neuen Studie, die im amerikanischen Journal Sleep veröffentlicht wurde, zu Depressionen.

Schlafstörungen sorgen für Tagesmüdigkeit

Schon lange gehen Forscher und Mediziner von einem Zusammenhang von Schlaflosigkeit und depressiven Verstimmungen aus. Viele Depressive leiden unter Einschlafstörungen, die im schlimmsten Fall zu einer ausgeprägten Schlafstörung führen können. Der Zustand der Schlafapnoe wird dagegen nicht bewusst erfahren und ergibt sich nicht aus depressionsbedingten Einschlafproblemen. Die Zellen werden durch eine Schlafapnoe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Das führt tagsüber zu mentalen und physischen Einschränkungen. Körper und Geist fühlen sich angegriffen und nicht leistungsfähig.

 

Symptome einer Schlafapnoe können Schnarchen und ausgeprägte Tagesmüdigkeit sein
Symptome einer Schlafapnoe können Schnarchen und ausgeprägte Tagesmüdigkeit sein

 

Schlafapnoe führt zu Depression

Die Studie des Centers for Disease Control and Preventation hat 10.000 Probanden auf ihre Schlafgewohnheiten untersucht. Die Untersuchung ist Teil des National Health and Nutrition Examinator Survey. Sie fanden heraus, dass die Anfälligkeit für Depressionen mit berichteten Schlafstörungen einherging. Frauen mit Schlafapnoe waren demnach 5,2-mal so häufig von Depressionen betroffen, Männer 2,4-mal. Die Studie beruft sich jedoch nur auf die eigenen Aussagen der Probanden. Viele Menschen merken erst durch einen  Partner, dass auch sie während der Nacht Atemaussetzer haben. Ist die Schlafapnoe diagnostiziert worden, kann eine Operation oder bestimmte Atemmasken während der Nacht einen erholsamen Schlaf wieder herstellen, der wahrscheinlich auch einen ausgeglichenen und aktiven Alltag wieder möglich macht.

Foto 1: Valua Vitaly /shutterstock.com, Foto 2: Werner Heiber /shutterstock.com

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*