Wie gesund ist die LowCarb Ernährung auf lange Sicht?

Atkins, Dukan oder aktuell die Paleo-Diät: Low Carb ist der neue Trend unter den Ernährungsumstellungen. Kaum ein Starlett in Hollywood würde es noch wagen Brot und Pasta zu sich zu nehmen, stattdessen gibt es viel Protein und ungesättigte Fettsäuren auf dem Speiseplan. Aber wie gesund ist eine dauerhafte Ernährung ohne Kohlenhydrate eigentlich wirklich?

Low Carb: Brot, Kartoffeln und Co. sind verboten
Low Carb: Brot, Kartoffeln und Co. sind verboten

Low Carb: Kohlenhydrate sind nicht erlaubt

Natürlich gibt es unter den Low Carb Diäten auch gemäßigte Varianten. So kann Mann oder Frau bei der Paleo-Diät, die sich die Steinzeit-Ernährung zum Vorbild nimmt, auch fleißig Gemüse essen und der Fitness-Guru David Kirsch erlaubt seinen Klienten, wie Heidi Klum auch die ein oder andere Kohlenhydrat-Karotte. Was jedoch bei fast allen Low Carb-Ernährungskonzepten gleich ist: Getreide kommt nicht auf den Teller. Das heißt: keine Pasta, kein Brot und auch kein Reis, dafür umso mehr Fisch, Fleisch und Soja-oder Milchprodukte. Durch den Verzicht auf Kohlenhydrate soll der Körper in einen bestimmten Stoffwechselzustand versetzt werden, der den Insulinspiegel niedrig hält und mehr Fett verbrennt. Darüber hinaus machen Proteine länger satt und verhindern, dass trotz der Gewichtsreduktion Muskeln abgebaut werden. Doch aufgepasst: denn Kohlenhydrate sollten bei einer ausgewogenen Ernährung im Idealfall um die 50 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen. Was passiert also, wenn der Low Carb-Anhänger langfristig auf Brot und Co. verzichtet?
 

Kohlenhydrate: wichtig für den Körper?

Natürlich klingt das Konzept super: viel Protein essen und ohne Hunger schnell schlank werden. Jedoch kann eine einseitige Ernährung ohne Kohlenhydrate für einige Menschen gefährlich werden. Denn Eiweiß belastet die Nieren und muss unter besonderem Aufwand gefiltert werden. Menschen mit Nierenproblemen sollten deshalb auf eine stark proteinhaltige Ernährung verzichten. Darüber hinaus sind komplexe Kohlenhydrate, zum Beispiel aus Vollkorn oder Dinkel, gut für unser Gehirn, da unsere grauen Zellen fast ausschließlich auf diese Energiequelle zurückgreifen. Eine groß angelegte Studie mit 40.000 schwedischen Frauen belegt sogar, dass eine Protein-lastige Ernährung das Risiko an Herz-Kreislauferkrankungen zu leiden, verstärkt. Unter anderem könnte das damit zusammenhängen, dass der Verzicht auf Kohlenhydrate auch gleichbedeutend mit dem Verzicht auf Obst und Gemüse ist, dagegen aber, wie  bei Atkins und Co., besonders viel rotes Fleisch konsumiert wird.

 

 

Eine ausgewogene Ernährung ist ideal

Viele Menschen erzielen jedoch mit einer Protein-lastigen Diät gute Erfolge und fühlen sich länger gesättigt, sowie fitter. Besonders Menschen, die viele „schlechte“  Kohlenhydrate , wie sie in Kuchen und Süßkram vorkommen, zu sich nehme,  können durch ein Low Carb Konzept besser mit Heißhunger klarkommen und lernen sich gesünder zu ernähren. Es ist jedoch ratsam nicht alle Kohlenhydrate zu verteufeln. Besonders die komplexen Vertreter, wie Vollkorn und Co., sind voll mit guten Ballaststoffen und versorgen den Körper langfristig mit Energie.

 

Wer sich an der Low Carb-Ernährung versuchen möchte: bei www.lowcarbrezepte.org finden Sie viele Tipps rund um kohlenhydratreduziertes Kochen. Eine gute Übersicht über das Prinzip Low Carb bietet auch fitforfun.de.

 

Bild: Nayashkova Olga /shutterstock.com

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