Antibakterielle Verpackung für Fleisch

verpacktes Fleisch
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Dank der Erfindung einiger Forscher können wir Lebensmittel jetzt noch länger frisch halten. Lebensmittelchemiker vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) in Freising konstruierten eine Folie, die Bakterien abtötet und so die Haltbarkeit von Wurst, Käse, Fleisch und Fisch verlängert.

Funktionsweise

Die Wirkung der antibakteriellen Folie basiert auf deren Beschichtung: Sorbinsäure. Diese Säure entspricht natürlich den lebensmittelrechtlichen Vorschriften, ist nicht giftig, löst keine Allergien aus und schmeckt und riecht neutral. Außerdem verbindet sich der Wirkstoff gut mit der Folie, indem die Sorbinsäure in einem Lack aufgelöst und auf die Verpackung aufgetragen wird.

Wirkungsmechanismus

Die Folie arbeitet nach dem s.g. Release-Mechanismus. Dies bedeutet, dass bei einem direkten Kontakt mit der Produktoberfläche, ein antibakterieller Wirkstoff abgegeben wird. Die Oberfläche stellt den primären Angriffsort der Bakterien dar, deswegen kann mit diesem Mechanismus das Fleisch, der Fisch, der Käse oder die Wurst besonders gut geschützt werden. Im Moment gibt es diese s.g. „aktiven Folien“ nur in Japan. Allerdings werden dort andere Wirkstoffe eingesetzt, zum Beispiel: Silber, Wasabi oder Ethanol.

Test

In einem Test zur Wirksamkeit, verglich das Forscherteam Schweinelachs, der in antibakterielle Folie verpackt wurde, mit solchem, der in einer herkömmlichen Verpackung steckte. Die Folien wurden dann mit E.coli-Bakterien bestrichen und über 7 Tage lang beobachtet, wobei beide Verpackungen in einem Kühlschrank gelagert wurden. Die Farbe der beiden Versuchsverpackungen zeigte bereits nach wenigen Tagen deutliche Unterschiede. Daraufhin untersuchte man die Folien genauer und stellte fest, dass die aktive Folie die Bakterien abgetötet und auf ein Viertel ihres ursprünglichen Wertes reduziert hatte. Dies ließ sich bei der normalen Folie nicht feststellen.

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