Avandia: Verkauf gestoppt, aber die Einnahme sollte nicht abrupt unterbrochen werden

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Die europäische Arzneimittelbehörde EMEA gibt bekannt, dass sie ab nun den Verkauf von Avandia stoppt. Dieses Medikament ist schon seit einiger Zeit umstritten, zum 1. November wird der Vertrieb dieses Diabetes-Medikaments, sowie anderen Arzneien, die denselben Wirkstoffe enthalten (Rosiglitazon), eingestellt. Patienten, die Avandia einnehmen, sollen aber die Einnahme nicht plötzlich unterbrechen.

Warum wird der Verkauf eingestellt?

Dieses Medikament ist schon seit 2007 immer wieder in Gesprächen diskutiert worden. Hergestellt wird es vom Pharmakonzern GlaxoSmithKline für Typ-2-Diabetiker. Der Grund für die Stoppung des Verkaufs ist, dass die Risiken nun endgültig größer als die Nutzen gelten. Vor allem ist hier die Rede von ardiovaskuläre Risiken und gehäuften Herzinfarkten.

Einnahme nicht abrupt stoppen

Diabetiker, die dieses Medikament einnehmen, sollen es jedoch nicht plötzlich absetzen, da dies gefährlich werden kann. Der Blutzucker steigt dann ungewollt an, was dazu führen kann, dass der Körper austrocknet und der Patient im schlimmsten Fall ins Koma fällt. Prof. Andreas Fritsche von der Deutsche Diabetes-Gesellschaft empfiehlt den betroffenen Diabetikern in Ruhe zu ihrem Hausarzt zu gehen und mit diesem über eine Behandlungsalternative zu sprechen. Es gibt in jedem Fall gleichwertigen Ersatz. In Deutschland wird Avandia sowieso nur von wenigen Diabetiker eingenommen, da der Großteil Metformin einnimmt. Jedoch sind trotzdem rund 86.000 Menschen betroffen.

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