Cholesterinsenkende Lebensmittel – Nebenwirkungen?

MargarineDie cholesterinsenkende Margarine, Joghurts und andere Produkte, die den Cholesterinspiegel senken sollen. Helfen Sie wirklich? Gibt es Nebenwirkungen? Auf den Markt sind so schon lange und die Hersteller machen fleißig Werbung mit ihrem Produkten. Wissenschaftler bezweifeln allerdings die Wirkung dieser Lebensmittel.

Zu hohe Mengen an Wirkstoffen

Die Forscher kritisieren, dass unnatürlich große Mengen an Sterolen notwendig seien, um irgendeinen Effekt zu erzielen. Außerdem haben einige der pflanzlichen Wirkstoffe, die angeblich den Cholesterinspiegel senken sollen, nachgewiesen eben keine positive Wirkung auf unsere Herzgesundheit. Teilweise können sie sich sogar negativ darauf auswirken. Dies wurde zumindest auf der 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung (DGK) in Mannheim berichtet.

Mehr Daten notwendig

Fachkreise fordern aus diesem Grund mehr Daten zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von cholesterinsenkenden Lebensmitteln. Die verwendeten Stoffe, Sterole, sind von der Struktur her dem Cholesterin sehr ähnlich und hemmen dessen Aufnahme im Darm. Man gewinnt sie aus pflanzlichen Fetten oder Ölen, die in Sonnenblumensamen, Weizenkeimen oder Sojabohnen vorkommen. Leckere Rezepte mit diesen Lebensmitteln gibt es viele. Die Hersteller setzen sie künstlich ihren Produkten zu, um Werbung mit „cholesterinsenkenden Lebensmitteln“ zu machen.

Kein nachgewiesener Nutzen

Es gibt keinerlei Nachweise dafür, dass diese Stoffe einen gesundheitlichen Nutzen für uns bergen. Um den Cholesterinspiegel um 10% zu senken, müssten wir uns täglich zwei Gramm Sterole zuführen. Zum Vergleich: Das würde bedeuten, dass wir 425 Tomaten, 150 Äpfel oder elf Tassen Erdnüssen am Tag essen müssten. Wird die entsprechende Menge an Sterolen den Produkten zugesetzt,  so entspricht das keinesfalls einer gesunden Ernährung, so die Expertenmeinung. Es gibt einige Studien, die außerdem vermuten lassen, dass sich die abgelagerten Phytosterole in den Gefäßen negativ auf Herz und Gefäße auswirken könnten.

Bild: © Squareplum – Fotolia.com

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