Der richtige Arzt – die richtige Einstellung ist wichtig

© Alexander Raths - Fotolia.com
zwei Ärzte und ein Patient
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Ein überraschendes Ergebnis erzielte eine Studie der University of Iowa: Die Einstellung des Patienten und des Arztes beeinflussen die Heilung. Wenn Arzt und Patient sich einig darüber sind, dass der Patient Eigenverantwortung trägt und seinen Heilprozess beeinflussen kann, dann sinkt hoher Blutdruck schneller.

Die Studie

An der Studie nahmen über 200 männliche Diabetiker mit Bluthochdruck und 18 behandelnde Ärzte teil. Vor der Behandlung musste jeder einen Fragebogen ausfüllen, inwieweit er an die Kontrolle und Beeinflussung des Patienten auf die Heilung glaube. Waren sowohl der Arzt als auch der Patient der Meinung, dass sich der Kranke an der Heilung beteiligen solle und dies auch könne, verlief der Heilungsprozess wesentlich schneller, denn die Patienten  nahmen ihre Medikamente regelmäßiger und achteten mehr auf ihre Gesundheit. Glaubte dagegen nur der Patient an die Selbstkontrolle, so verlief die Behandlung nicht ganz so gut. Wenn allerdings der Patient selbst kein Vertrauen auf seinen eigenen Einfluss auf die Gesundheit hatte, dann war es egal, ob sein Arzt daran glaubte oder nicht, denn dann wirkte sich dessen Überzeugung nicht auf die Heilung aus.

Fazit

Erkrankte, die zwar an die Eigenverantwortung glaubten, allerdings darin nicht von ihrem Arzt bestärkt wurden, hielten sich 50% weniger an die Verschreibung als andere Erkrankt, die einen Arzt gewählt hatten, der auch ihrer Meinung war. Vermutlich sei das so, weil die Patienten dann entmutigt oder enttäuscht sind, weil sie kaum oder gar kein Mitsprachrecht erhalten haben. Aus diesem Grund ist es sinnvoll sich einen Arzt zu suchen, der Sie mit einbezieht, sofern Sie das wollen.

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