Gehirnjogging für eine geistige Fitness – auch im Alter

Gehirnjogging in Form eines Sudokos
© Stefan Thiermayer – Fotolia.com

In letzter Zeit hört man immer häufiger den Begriff „Gehirnjogging“. Darunter versteht man die gezielte geistige Betätigung, um sein Gehirn vor dem raschen Zerfall zu schützen. Mit den verschiedenen Übungen soll unser Gedächtnis trainiert und wieder auf Vordermann gebracht werden.

Vor allem für ältere Menschen geeignet

Es gibt schon zahlreiche verschiedene Produkte, die Gehirnjogging-Übungen allen zugänglich machen. Die Facette reicht von einfachen Rätseln in der Tageszeitung, über ganze Bücher bis hin zu Multimedia-Produkten. Sie alle haben ein Ziel: Die geistige Fitness soll gesteigert werden, denn diese in der heutigen Zeit fast genauso wichtig wie die körperliche Fitness. Denn dann braucht man zwar vielleicht im hohen Alter einen Treppenlift, aber zumindest kann man dann noch klar denken und ist nicht senil.  Besonders für ältere Menschen ist Gehirnjogging interessant, denn es soll den ersten Stufen von Demenzerkrankungen vorbeugen können. Zahlreiche Studien belegen zudem, dass Gehirnjogging tatsächlich einen positiven Einfluss auf unsere grauen Zellen hat.

Wirkung erwiesen

Gehirnjogging trainiert vor allem die Fähigkeiten Geist und Gedächtnis. Unser Alltag verläuft oft nach einem ganz bestimmten Schema und diese Routine schleicht sich auch in unser Gehirn ein. Das kann dazu führen, dass unser Gehirn nur noch einseitig belastet wird, einige Gehirnfunktionen werden kaum mehr genutzt und verkümmern nach und nach. Außerdem nimmt mit fortschreitenden Alter auch die Anzahl unserer Gehirnzellen ab. Gehirnjogging kann die verkümmerten Gehirnbereiche wieder aktivieren und den Abbau der Gehirnzellen verlangsamen.

Neubildung von grauen Zellen

15-minütiges Gehirnjogging, das täglich absolviert wird, hat zur Folge, dass in unserem Gehirn mehr graue Substanz entsteht und damit auch mehr Verknüpfungsstellen zwischen den Nervenzellen. Je mehr graue Zellen wir haben, desto leistungsfähiger sind wir. Außerdem lässt sich mit Gehirnjogging auch die s.g. fluide Intelligenz verbessern. Diese bezeichnet die Fähigkeit, mit unbekannten Situationen umzugehen und Probleme zu lösen. Je mehr trainiert wurde, desto höher wurde die fluide Intelligenz und damit auch die Denkfähigkeit der Testpersonen.

Unser Gehirn will gefordert werden

Damit wir auch im hohem Alter geistig fit bleiben, will unser Gehirn gefordert werden. Dies kann auf ganz viele unterschiedliche Arten geschehen, die man allgemein als Gehirnjogging zusammenfasst. Einige Beispiele für die geistige Betätigung sind das Erlernen einer Fremdsprache, Kreuzworträtsellösen, Lesen oder Sudoko. Allerdings sollte man auch hier auf Abwechslung achten, denn unser Gehirn will gefordert werden – und dazu gehören auch immer neue Situationen, auf die es sich einstellen muss, genauso wie möglichst verschiedene Betätigungen. Denn auch hier gewöhnt sich das Gehirn sonst schnell zum Beispiel daran, immer dieselbe Art von Rätseln zu lösen und vernachlässigt als Folge wieder andere Gehirnfunktionen; wie bei so vielen Dingen im Leben macht es eben auch hier die Mischung.

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