Grauer Star – Katarakt

Nahaufnahme eines Auges
© Gerhard Seybert – Fotolia.com

Weltweit ist die Staroperation die am häufigsten durchgeführte Operation, denn ab einem Alter von 65 Jahren trübt sich bei fast jedem die Augenlinse. Diese Trübung bezeichnet man als Grauer Star oder Katarakt. Allein in Deutschland wird dieser pro Jahr rund 500.000 mal operiert.

Die Aufgabe unserer Linse

Die Linse liegt hinter der Hornhaut und hat die Aufgabe, das Licht, das durch sie auf unsere Hornhaut fällt, zu brechen. Kleine Muskel können die Linse „einstellen“, je nachdem, ob das Objekt, das wir betrachten, ferner oder näher ist. Normalerweise ist die Linse durchsichtig und weich, versorgt wird die Linse mit dem Kammerwasser.

Katarakt: Ursache

Mit dem Alter nimmt jedoch auch die Nährstoffsversorgung immer mehr ab und das ist der Grund für die Eintrübung der Linse. Der Betroffene sieht nun die Welt durch eine Art „Schleier“, der immer dichter wird. Häufig reagieren die Patienten auch empfindlicher auf Licht. Andere Einflüsse wie Diabetes, eine erhöhte Infrarotbestrahlung oder eine Augenverletzung können zum frühzeitigen Ausbrechen des grauen Stars führen.

Behandlung

Wenn die Trübung und damit auch die Sehfähigkeit immer weiter abnimmt, kann nur noch eine Operation helfen. Diese ist in fast allen Fällen erfolgreich. Die Operation selbst ist nur ein kleiner Eingriff, der auch meistens schmerzlos verläuft. Die trübe Linse wird herausoperiert und durch eine sogenannte „Intraokularlinse“ ersetzt. Die Operation gehört zu den sichersten Operationen, da bei ihr nur ein sehr geringes Risiko besteht, durchgeführt wird sie normalerweise unter örtlicher Betäubung. Wird der Katarakt nicht behoben, dann kommt es nach und nach zu einer Verschlechterung der Sehweise bis hin zur vollständigen Erblindung.

Nach der Kataraktoperation

Nach der Operation sollte sich der Patient einige Wochen lang an ein paar Regeln halten. Dazu gehört der Verzicht auf körperliche Schwerstarbeit und Leistungssport. Auch sollte man es vermeiden zu schnell nach der Operation schwimmen zu gehen. Außerdem sollte man Saunagänge und erhöhten Druck auf das Auge vermeiden.

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