Hausmittel bei einer Mandelentzündung

Mandelentzündung
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Die Mandelentzündung kennt fast jeder von uns. Sie schmerzt und man kann kaum schlucken. Gerade Kinder leiden sehr oft unter Mandelentzündungen, in vielen Fällen sogar so häufig, dass man sich schließlich entschließt die Mandeln zu entfernen. Wir nennen und erklären Ihnen einige alte Hausmittelchen, die bei einer Mandelentzündung helfen. Zunächst sei aber gesagt, dass sobald eine Mandelentzündung länger dauert oder eitrig wird, sofort ein Arzt aufgesucht werden sollte.

Halswickel

Halswickel gelten als ein altes Hausmittel. Bei Mandelentzündungen können Sie vier verschiedene Halswickel ausprobieren. Zum Beispiel einen mit Quark. Am besten nehmen Sie einen alten Schal, bestreichen diesen mit Quark und legen ihn sich um den Hals. Fixieren können Sie den Schal am besten mit einem Handtuch. Vorsicht beim Abnehmen, am besten machen Sie dies in der Badewanne, da sich sonst der eingetrocknete Quark in Bröseln auf Ihrem Boden verteilt. Eine weitere Möglichkeit für einen Halswickel ist ein mit Zitronensaft getränktes Leinentuch, das Sie sich um den Hals binden. Wahlweise können Sie auch lauwarmes Salzwasser verwenden. Essigsaure Tonerde verwenden Sie am besten auf die gleiche Art wie den Quark, da auch diese zum Kleckern verleitet.

Getränke gegen Mandelentzündung

Der Geschmack des Getränkes wird zwar etwas gewöhnungsbedürftig sein, dafür ist es aber sehr wirksam. Nehmen Sie einen frischen Meerrettich und reiben Sie davon etwa einen Esslöffel ab. Diesen geben Sie zusammen mit zwei Nelken in ein Glas warmen Wassers. Rühren Sie nun noch einen Teelöffel Honig ein und lassen Sie das Ganze 15 Minuten lang ziehen. Danach fischen Sie die Nelken aus dem Glas und trinken das Getränk in kleinen Schlucken.

Gurgeln

Es gibt zahlreiche Mittelchen, die sich zum Gurgeln eignen, wir stellen Ihnen jetzt nur einige vor, die unserer Meinung nach am wirksamsten sind. Die erste Gurgellösung ist ein einfacher Salbeitee. Diesen bereiten Sie zu, indem Sie einen Esslöffel getrocknete Salbeiblätter mit kochenden Wasser aufgießen und 8 Minuten lang ziehen lassen. Dann seihen Sie die Blätter ab und lassen Ihn lauwarm werden. Jetzt gurgeln Sie jede Stunde einmal mit ungefähr 200 ml Salbeitee. Auch 100% Aloé-Vera-Saft können Sie zum Gurgeln verwenden, denn dieser bekämpft die Entzündung und lindert die Schmerzen, indem er die Schleimhäute beruhigt. Auch Kamillen- oder Thymiantee sind hervorragend zum Gurgeln geeignet, genauso wie Salzwasser. Den Salbeitee können Sie übrigens auch für ein kleines Dampfbad oder zum Inhalieren verwenden.

Brustwickel

Ein Brustwickel aus Kartoffeln kann auch sehr hilfreich sein. Dafür müssen Sie vier bis sechs mittelgroße Kartoffeln weich kochen und zerdrücken. Den Brei geben Sie dann auf ein Tuch, dieses schlagen Sie solange ein, bis ein 20 auf 20cm großes Päckchen entsteht. Dieses legen Sie auf Ihre Brust und fixieren es mit einem Tuch oder einem Schal. Prüfen Sie aber vorher, ob die Kartoffeln nicht zu heiß sind, denn sonst könnten Sie Verbrennungen erleiden. Lassen Sie den Wickel solange auf Ihrer Brust bis die Kartoffeln kalt geworden sind.

Weitere Tipps

Wie bereits am Anfang erwähnt, sollten Sie nach einigen Tagen, wenn keine Besserung eintritt, einen Arzt aufsuchen. Sollten Sie feststellen, dass Sie von einer eitrigen Mandelentzündung geplagt werden, dann sollten Sie umgehend einen Arzt zu Rate ziehen, da diese nicht ganz ungefährlich ist. In diesem Fall müssen in der Regel Antibiotika verschrieben werden. Ansonsten können Sie auch ab und an ein Eis lutschen, das tut den Mandeln gut. An der Heilkraft der gebrauchten Socke, die über Nacht um den Hals gebunden werden soll, hege ich leise Zweifel, obwohl Sie wohl auch nicht schaden würde.

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