Heilfasten: Körper und Geist stärken

Heilfasten: mit Tee und Wasser den Körper entschlackenFasten blickt auf eine lange Tradition zurück. Ob die christliche Fastenzeit nach Ostern oder der muslimische Ramadan, fast alle Weltreligionen üben sich für eine gewisse Zeit im Verzicht. Auch das Heilfasten baut auf die Grundlagen dieser Tradition auf, ist aber nicht religiös geprägt. Im Vordergrund steht die Reinigung des Körpers von Giftstoffen, eine seelische Stärkung und nebenbei der ein oder andere Gewichtsverlust. Wir haben eine kleine Anleitung zum Heilfasten für Sie zusammengefasst. Aber aufgepasst: Der Verzicht auf feste Nahrung sollte genau überwacht werden und je nach Alter und gesundheitlicher Vorgeschichte eigenen sich verschiedenen Fastenkuren.

Saftfasten oder Buchinger-Heilfasten?

Vor dem Fasten steht die Entscheidung: Welcher Verzicht soll es denn sein. Denn natürlich ist Fasten nicht gleich Fasten, und wie bei Diäten gibt es auch beim Fasten eine große Auswahl an Praktiken. Am Bekanntesten müssten wohl die Variante “nur Tee oder Wasser” sein. Dazu gesellt sich das Buchinger-Heilfasten bei dem Gemüsebrühe und Tee zu sich genommen werden darf und die Entschlackung durch Darmreinigungen unterstützt werden soll. Etwas appetitlicher wirkt da schon das Saftfasten, wo Gemüse- und Obstsäfte getrunken werden dürfen. Für alle Fasten-Puristen  gilt jedoch ein allgemeingültiges Credo: Feste Nahrung ist ein No-go. Dafür darf von Wasser, Tee, Molke und Co. aber so viel getrunken werden, wie man möchte. Es gibt jedoch auch abgemilderte Formen des strengen Fastens, bei denen zum Beispiel nur Früchte und Gemüse zu sich genommen werden dürfen.

Fastentage: Langsame Entgiftung

Zu aller erst sollten Sie sich für ein Fastenmodell entscheiden. Einige Menschen ziehen es dabei vor eine spezialisierte Klinik aufzusuchen. Dann wird Fasten fast zum Wellnessurlaub, nur ohne Essen und mit dem einen oder anderen Einlauf. Aber auch zu Hause lässt sich gut auf Nahrung verzichten. Konsultieren Sie jedoch vorher einen Arzt, der überprüfen kann, ob ihr Körper Fasten-fähig ist. Allgemein gilt jedoch: Stellen Sie ihren Körper erst einmal langsam auf den totalen Verzicht ein. Beginnen Sie das Fasten mit einer Eingewöhnungsphase, bei der Sie weniger und Gesünderer Nahrung als Vorher zu sich nehmen. Und dann darf der Kauvorgang auch schon eingestellt werden. Begrenzen Sie die Fastenzeit dabei auf ca. eine Woche und fangen Sie nicht abrupt wieder mit der Nahrungsaufnahme an. Eine detaillierte Fastenanleitung finden Sie auch auf heilfastengesundheit.de.

Heilfasten: Körper und Geist sollen in Einklang gebracht werden
Heilfasten: Körper und Geist sollen in Einklang gebracht werden

Was bringt das Heilfasten?

Es gibt immer mehr Menschen, die schwören auf ein regelmäßiges Heilfasten. Aber bringt die Nahrungsverweigerung auf Zeit auch wirklich etwas? Eine Klare Antwort gibt es darauf nicht, denn es ist wahrscheinlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Heilfasten wird in alle erste Linie von betrieben um wieder mehr mit Körper und Geist in Einklang zu kommen. Ein stressiger Lebensstil mit zu viel und schlechter Ernährung kann das seelische Befinden negativ beeinträchtigen. Eine Auszeit, in Form einer geregelten Fastenkur, regt deshalb bei vielen dazu an ihr Leben entspannter und bewusster zu gestalten. Wer Fasten will um schnell ein paar Kilos zu verlieren, sollte es lieber sein lassen, denn nach einer Fastenkur sind eventuell verlorene Pfunde wieder schnell drauf. Auch ob Schlacken und Gifte wirklich aus dem Darm gespült werden ist fraglich, denn einige Mediziner zweifeln deren Existenz sogar an. Allgemein gilt: Wenn Sie sich beim Fasten wohlfühlen ist es das Richtige für Sie. Ob medizinischer Nutzen oder nicht, für eine Auszeit vom Alltagsstress müssen Sie nicht gleich in die Karibik fliegen, sondern es reicht manchmal schon der Verzicht auf Nahrung. Pluspunkt: Wenn Sie die ersten Tage überstanden haben werden fast so viele Endorphine ausgeschüttet, als wenn sie die ein oder andere illegale Substanz zu sich nehmen und Fasten-Fans sprechen von einem unvergleichlichen Hochgefühl. Wenn das so ist, stellt man das Kauen doch gerne für eine gewisse Zeit ein, oder?

Foto 1: Nitr /shutterstock.com, Foto 2: Kiselev Andrey Valerevich / shutterstock.com

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