Mesotherapie

Stethoskop
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Mesotherapie ist in Deutschland noch weitgehend unbekannt, obwohl sie in fast allen medizinischen Bereichen angewandt werden kann. Unter dem Begriff versteckt sich eine Kombination verschiedenster Behandlungsmethoden, wobei hier sowohl die Schulmedizin, als auch alternative Heilungsformen eine Rolle spielen.

Die Brücke zwischen Naturheilverfahren und Schulmedizin

„Meso“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Mitte“, diese Namenswahl zeigt auch schon die Art der Mesotherapie: Sie versucht zwei Dinge zu kombinieren, so dass sie sich in der Mitte treffen: Die Schulmedizin und die Naturheilverfahren. Aus diesem Grund wird die Mesotherapie auch oft als „Brücke“ zwischen diesen zwei unterschiedlichen Heilungsansätzen bezeichnet.

Mesotherapie in Deutschland

Während in Frankreich die Mesotherapie bereits in fast jedem medizinischen Behandlungsbereich eingesetzt wird, ist sie bei uns noch relativ unbekannt. Nur in der Kosmetik und im Anti-Aging erlangt die Mesotherapie schon mehr und mehr Aufmerksamkeit. Allerdings wird sie hier komplett zu den Naturheilverfahren gezählt, darf aber nur von Ärzten und Heilpraktikern praktiziert werden. In Frankreich, dem Ursprungsland der Mesotherapie, zählt sie bereits seit 2002 zu den erstattungsfähigen Leistungen während einer Schmerztherapie.

Ursprung der Mesotherapie

Die Mesotherapie ist noch relativ jung, da sie erst in den 50er Jahren von dem Franzosen Dr. Michael Pistor entwickelt wurde. Sein Ziel war es, Medikamente nur in geringer Dosis und direkt am Ort der Beschwerden einzusetzen, so dass sie ihre Wirkung im Körper entfalten könnten. Dabei gilt. „Weniger ist mehr!“. Durch die geringe und gezielte Einsetzung der Medikamente soll erreicht werden, dass die Wirkstoffe nicht durch den ganzen Körper wandern müssen, sondern wirklich nur dort wirken, wo sie benötigt werden. Das hat eine weitere positive Folge, denn somit birgt die Mesotherapie nur sehr wenige Nebenwirkungen und Risiken.

Mesotherapeutische Behandlung

Nach einem intensiven Vorgespräch, in dem die Beschwerden des Patienten geklärt wurden, wird individuell für jeden Patienten eine Mischung verschiedener Komponenten hergestellt. Dabei kann der Arzt seine freie Wahl unter Schulmedikamenten, homöopathischen Potenzen, Vitaminen und Mineralstoffen treffen, um die Beschwerden optimal behandeln zu können. Diese Mischung wird stark verdünnt und mehrmals in immer geringer werdenden Dosierungen in die obersten Hautschichten der zu behandelnden Körperstelle injiziert. Dadurch bildet sich ein Depot von Wirkstoffen im Körper, die ihm dabei helfen zu genesen.

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