Schimmel in der Wohnung

 

 Schimmel in der Wohnung

Viele unterschätzen die Gefahr

Laut der AG Raumklimatologie der Uni Klinik Jena in Deutschland jeder zehnte Haushalt von Schimmelpilzen befallen. Schätzungen des Mieterbundes zufolge sind ca. 3 Millionen Häuser und Wohnungen zu feucht, so dass sich Schimmel leicht festsetzen kann. Viele Deutsche unterschätzen die Gesundheitsrisiken, die eine verschimmelte Wohnung mit sich bringt.

Schimmel in der Wohnraum riecht nicht nur unangehm, sondern kann auch gefährlich werden

Wann und wo entsteht Schimmel?

Schimmelpilze wachsen bevorzugt an  kalten Stellen, an denen sich feuchte Luft niederschlägt. Der Schimmel benötigt dafür keineswegs einen Feuchtigkeitsfilm, es reicht ihm aus, wenn  längere Zeit eine Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80% herrscht. Am besten gedeiht er, an wenig luftzirkulierenden Stellen, also findet sich Schimmel bevorzugt hinter Schränken, Betten, unter Fußbodenbelägen und in Ecken. Schimmelpilze sind sehr widerstandsfähig, auch was die Temperatur betrifft. Ihr „Wohlfühlklima“ liegt zwar zwischen 15 und 30°C, jedoch sind sie zwischen Temperaturen von 0 bis 60°C überlebensfähig.

Am liebsten setzt sich Schimmel in Ecken und auf feuchten, kalten Oberflächen ab

Schimmel: Gesundheitsrisiken

Schimmelpilze verströmen nicht nur einen unangenehm modrigen Geruch, sondern können auch echte Gefahren für unsere Gesundheit darstellen. Gerade Kinder, Senioren und chronisch kranke Menschen setzen sich ein einer von Schimmel befallenen Wohnung großen Risiken aus. Die häufigsten Beschwerden sind Allergien, Atemwegserkrankung und Infektionen. Der deutsche Allergie- und Asthmabund  vermutet, dass etwa 6%  der Deutschen an einer Schimmelpilzallergie leiden.

Gesundheitliche Beschwerden

Sollten auch Sie häufig von Schnupfen, Bronchitis, geröteten Augenschleimhäuten, Müdigkeit oder Kopfschmerzen geplagt werden, dann lassen Sie Ihre Wohnung von einem Experten untersuchen. Unterschätzen Sie die Gefahr nicht, gerade vorbelastete Menschen und Kinder können durch die Schimmelpilzsporen Asthma entwickeln. Besonders gefährlich sind Infektionen, die durch Schimmelpilzsporen ausgelöst werden. Diese können sich in Ekzemen auf der Haut, Pilzwucherungen und Lungenerkrankungen äußern. Kleinkindern und ältere Menschen haben ein geschwächtes Immunsystem und sind sehr anfällig.

Schimmel kann schwere Erkrankungen bis hin zu Asthma und Leberkrebs verursachen. Besonders gefährdet sind Babys, Kinder und Senioren, sowie chronisch kranke Menschen

Giftiger Schimmel

Selten, aber gefährlich sind Pilze, die Gifte, s.g. „Mykotoxine“, produzieren. Einige davon können schwere Krankheiten auslösen, ein Beispiel ist der Schimmelpilz „Aspergillus flavus“, dessen Gift kann im Extremfall Leberkrebs auslösen, zwar wird dieses Toxin meistens mit der Nahrung aufgenommen, es ist aber auch eine Vergiftung über die Atemluft möglich. Je länger Menschen den Mykotoxinen ausgesetzt sind, desto größer ist das Risiko, eine schwerwiegende Krankheit zu entwickeln.

-> Lesen Sie, wie Sie Schimmel vorbeugen und wie Sie einen Befall entfernen

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