Schröpfen

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© Hannes Eichinger – Fotolia.com

Schröpfen bezeichnet eine Behandlungsmethode aus der traditionellen chinesischen Medizin, die aber immer mehr auch von Naturheilkundlern und sogar von Schulmedizinern verwendet wird. Das Verfahren kannte man jedoch bereits im alten Ägypten und Griechenland. Doch was ist das Schröpfen eigentlich? Wir erklären es Ihnen!

Funktionsweise des Schröpfens

Für das Schröpfen verwendet man Glasgefäße, die an der Haut angebracht werden. Dort bleiben sie durch Unterdruck haften. Diese Glasgefäße nennt man Schröpfköpfe. Früher verwendete man dafür noch kein Glas, sondern Tierhörner und Bambusgefäße. Die Schröpfköpfe bleiben haften, indem man ihr Inneres vorher mit einem Feuerzeug erwärmt. Setzt man die Schröpfgefäße jetzt auf die Haut, kühlt die Luft ab und zieht sich somit zusammen. Eine andere Möglichkeit besteht in der Verwendung von Gummi-Saugvorrichtungen, die vor allem für Ungeübte geeignet sind.

Anwendung

Hauptsächlich werden die Schröpfköpfe am Rücken verwendet. Eine Behandlung dauert im Normalfall 30 –45 Minuten. Durch das Schröpfen wird die Durchblutung angeregt und das vegetative Nervensystem stimuliert. Dadurch wir das Immunsystems erregt und zum Arbeiten animiert. Das Schröpfen mobilisiert also die Selbstheilungskräfte. Linderung verschafft das Schröpfen jedoch auch bei Muskelverspannungen. Durch das Schröpfen können sich Blutergüsse und Bläschen auf der Haut bilden, diese können zwar schmerzhaft sein, sind jedoch ungefährlich. Ansatzpunkte für die Schröpfköpfe sind in der Regel Akupunkturpunkte oder Reflexzonen.

Schröpfmassage

Die Schröpfmassage ist eine besondere Form des Schröpfens. Sie erfolgt mit Hilfe von Ölen rechts und links neben der Wirbelsäule. Diese soll bei Verspannungen helfen und arbeitet auch mit der durchblutungsfördernden Wirkung des Schröpfens. Das Schröpfen wird bei verschiedenen Leiden eingesetzt. Neben Verspannungen werden damit auch allgemeine Schmerzzustände, rheumatische Beschwerden, Magen-Darm-Probleme oder Erkältungen behandelt.

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