Unverschämt: Trotz Zusatzbeiträgen bekommen die Krankenkassen-Chefs eine Gehaltserhöhung!

Viel GeldRund 8,1 Versicherte müssen schon Zusatzbeiträge bezahlen, während die Krankenkassen-Chefs weiterhin Gehaltserhöhungen bekommen.  Spitzenverdiener sind die Vorstände der Techniker Krankenkasse, Signal Iduna IKK, DAK und Barmer GEK. Deren Jahresgehälter liegen weit über 200.000 Euro.

Mehr als die Hälfte der Krankenkassen erhöhen die Gehälter

2010 erhöhten mehr als die Hälfte der gesetzlichen Krankenversicherungen die Gehälter ihrer Manager, darunter befinden sich auch zahlreiche Krankenkassen, deren Versicherte Zusatzbeiträge zahlen müssen. Der Krankenkassenvorstand mit dem höchsten Gehalt ist Norbert Klusen, Vorsitzender der Techniker Krankenkasse(TK). Er sahnte 2010 im Vergleich zu 2009 mehrere tausend Euro mehr ab. Sein Jahresgehalt lag dabei bei 278.160 Euro.

Unverschämt: Gehaltserhöhung für den Chef, Kündigung für die Mitarbeiter

Besonders dreist finden wir eine sehr namhafte Krankenversicherung.  Deren Chef erhielt 2010 ganze 241.000 Euro, inklusive einer Gehaltserhöhung von 5.000 Euro. Seit Februar 2010  erhebt diese Kasse einen Zusatzbeitrag von acht Euro monatlich. Außerdem werden seit letzter Woche zahlreiche Mitarbeiter zu entlassen. Grund: finanzielle Defizite. Das finden wir dann doch sehr unverschämt. In der Vergangenheit hatte der Bundesrechnungshof die überaus hohen Gehälter der Kassenvorstände kritisiert. Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände plädieren wegen dieser Unbotmäßigkeiten für ein Höchstgehalt von 130.000 Euro im Jahr. Wir sind der Meinung, dass die Chefs zwar durchaus viel verdienen dürfen, jedoch bitte nicht auf Kosten der kleinen Mitarbeiter. Auf Zusatzbeitrag.com finden Sie mehr zu dem Thema.

 

Bild: © ElenaR – Fotolia.com

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