Darmpolypen

Geschwür im Darm
© Sebastian Kaulitzki – Fotolia.com

Darmpolypen sind eine Volkskrankheit, die vor allem bei alten Menschen vorkommt. Etwa die Hälfte aller über 70-Jährigen leiden unter diesen gutartigen Geschwülsten der Darmwand. Meistens liegen die Polypen im Dickdarm, sie können aber auch an anderen Stellen des Darms auftreten.

Ursachen

Der Grund für die Entstehung von Polypen ist noch unbekannt, allerdings nimmt man an, dass ein Zusammenspiel von genetischen, umwelt- und ernährungsbedingten Faktoren für das Heranwachsen der Darmpolypen verantwortlich ist. Auffällig ist, dass die Bewohner der westlichen Länder eher an Darmpolypen erkranken als Asiaten oder Afrikaner. Aus diesem Grund wird vermutet, dass der Verzehr von viel Fleisch und tierischen Fetten bei einem eher geringen Anteil von Pflanzenfasern in der Ernährung den Wachstum der Polypen fördern.

Begünstigende Krankheiten

Eine Reihe von Krankheiten scheinen Darmpolypen zu begünstigen, dazu gehört unter anderem die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP). Unter dieser Krankheit leidet ungefähr einer von 10.000 Menschen, wobei sie die Ursache von 1% aller Dickdarmkrebserkrankungen ist. Eine weitere Krankheit, die Darmpolypen verursacht, ist das Cronkhite-Canada-Syndrom. Dieser komplizierte Name bezeichnet eine Erkrankung, bei der sich Polypen auf der gesamten Länge des Magen-Darm-Traktes bilden. Allerdings ist diese Krankheit relativ selten.

Symptome

Meistens haben die Patienten durch die Polypen selbst kaum Beschwerden, allerdings steigt mit einem Polypenbefall auch das Krebsrisiko. Kleine Polypen werden in den meisten Fällen überhaupt nicht bemerkt. Die größeren erkennt man zumeist an etwas Blut und Schleim im Stuhl. Manche Patienten klagen über Bauchweh. Sehr selten kommt es zu Durchfall oder Verstopfung, bedingt durch die Darmpolypen.

Behandlung

Im Normalfall werden nur Darmpolypen entfernt, die größer als 5 mm sind, denn damit kann man das Krebsrisiko enorm senken. Sollte sich bei der Untersuchung dieser entnommen Polypen feststellen lassen, dass bereits ein Krebsbefall vorliegt, werden vorsorglich auch die kleineren Polypen entfernt. Auch wenn der Patient häufig Blut im Stuhl hat, werden die Polypen entfernt. Die Entfernung findet während einer Koloskopie mit Hilfe einer Schlinge statt. Normalerweise kann der Patient nach der Darmspiegelung sofort nach Hause gehen,  ältere oder kränkliche Menschen sollten die Polypen zur Sicherheit in einem Krankenhaus entfernen lassen.

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