Migräne: Was bei der Selbstmedikation zu beachten ist

Mann leidet unter Kopfschmerzen
© Udo Kroener – Fotolia.com

Viele Patienten leiden unter Migräne und wenn diese einmal durch einen Arzt diagnostiziert ist, dann spricht nichts dagegen, dass der Patient seine Attacken selbst behandeln. Jedoch sollten starke Kopfschmerzen immer durch einen Arzt abgeklärt werden. Bei der Selbstmedikation von Migräne ist einiges zu beachten.

Wann Medikamente und welche?

Bei einer Migräneattacke heißt es schnell handeln, deswegen sollte möglichst frühzeitig ein hochdosiertes Schmerzmittel genommen werden, denn nur dann lässt sich der Attacke entgegenwirken. Zur Selbstmedikation sind im Grund alle rezeptfreien Schmerzmittel geeignet wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen und Diclofenac. Paracetamol lindert die Schmerzen, bekämpft jedoch nicht die Gefäßentzündung. Die rezeptfreien Triptane Naratriptan und Almotriptan lindern auch Begleitsymptome wie Übelkeit und Schwindelgefühle, die bei einigen Migränepatienten auftreten.

Wann kann man Triptane einnehmen?

Mit der Einnahme eines Triptans sollte man jedoch vorsichtig sein. Grundsätzlich gilt, dann der Patient kein Triptan einnehmen soll, wenn seine Kopfschmerzen noch nicht von einem Arzt untersucht worden sind. Wirkt die erste Dosis nicht, sollte unter keinen Umständen eine zweite Dosis eingenommen werden. Vor der Abgabe berät der Apotheker den Patienten umfassend und klärt Gegenanzeigen wie Herzerkrankungen, Schlaganfälle oder Bluthochdruck ab.

Wie oft kann man Schmerzmittel einnehmen?

Werden Schmerzmittel zu häufig eingenommen, können diese Kopfschmerzen auslösen. Aus diesem Grund sollten auch rezeptfreie Mittel nicht häufiger als 10 Tage im Monat eingenommen werden. Auch wird davon abgeraten länger als drei Tage hintereinander ein Schmerzmittel zu schlucken. Sollte der Patient häufiger als 20 Tage im Monat so starke Kopfschmerzen haben, dass er Schmerzmittel benötigt, dann kann es sein, dass er an Schmerzmittelkopfschmerz leidet. In diesem Fall sollte er unbedingt das Gespräch mit einem Arzt suchen.

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