Nachtblindheit

Nachtverkehr
© Matthias Krüttgen – Fotolia.com

Wenn jemand nachtblind ist, dann lässt seine Fähigkeit zu sehen nach, sobald es dunkler wird. Der Grund für diese Fehlsichtigkeit ist meistens eine Augenerkrankung, allerdings kann sie auch durch einen Mangel an Vitamin A zustande kommen. Doch dieser ist in Mitteleuropa sehr selten.

Was ist Nachtblindheit?

Nachtblinde Menschen können in der Dunkelheit nur sehr schlecht oder teilweise sogar gar nicht mehr sehen. Unser Auge besitzt normalerweise die Fähigkeit, sich an verändernde Lichtverhältnisse anzupassen, bei der Nachblindheit passiert dies allerdings nicht. Der Grund hierfür ist, dass die Sinneszellen auf der Netzhaut, die für das Hell-Dunkel-Sehen verantwortlich sind, genannt Stäbchen, nicht mehr richtig funktionieren. Nachtblindheit ist sehr oft allerdings nur ein Symptom einer anderen Krankheit, beispielsweise von Retinopathia pigmentosa. Doch auch die eher bekannte Zuckerkrankheit Diabetes mellitus kann eine Nachtblindheit verursachen.

Häufige Verwechslung

Viele Menschen meinen, sie seien nachtblind, obwohl sie es gar nicht sind. Sehr häufig kommt diese Verwechslung beim grauen Star vor, denn auch bei dieser Augenkrankheit sehen die Patienten schlechter, vor allem im Dunkeln. Zudem fühlen sie sich dann von den entgegenkommenden Autos unangenehm geblendet und vermuten dahinter eine Nachtblindheit. Allerdings kommt dann bei einem Arztbesuch schnell die richtige Ursache heraus und kann behoben werden. Nachtblindheit als Folge eines Vitamin A Mangels kommt zwar bei uns fast überhaupt nicht vor, in anderen Ländern und vor allen in den Tropen, leiden aber viele Menschen darunter. Deswegen erkranken weltweit ca. 5 Millionen Kinder an Nachtblindheit.

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