Frühlingsgefühle – was ist dran?

Paar im Rausch der Frühlingsgefühle
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Mit den steigenden Temperaturen ist auch immer wieder die Rede von Frühlingsgefühlen. Einsame Singles meinen jetzt tatsächlich nur noch verliebte Pärchen zu sehen. Doch was ist dran an den berühmten Frühlingsgefühlen?

Sexualhormone und die Frühlingsgefühle

Werden die Frühlingsgefühle vielleicht von unseren Sexualhormonen hervorgerufen? Nachgewiesen ist, dass der Testosteronspiegel der Männer im Frühling um 30% steigt, jedoch hat dies keinen Einfluss auf das Sexualverhalten der Männer. Dies hat man festegestellt, als man Männern künstlich den Testosteronspiegel erhöhte und ihr Verhalten untersuchte. Es ergab keine Änderung. Bei Frauen verändert sich dagegen gar nichts im Hormonhaushalt.

Geburtenrate

Untersucht man die Geburtenrate auf Hinweise zur Frühlingsgefühlen, werden wir zumindest bei Tieren nicht enttäuscht. Dies führt dazu, dass im Frühling die Tage wieder länger werden und deswegen weniger Melatonin, das Schlafhormon, freigesetzt wird. Aus diesem Grund haben die Lebewesen, wir eingeschlossen, jetzt mehr Energie zur Verfügung. Bei vielen Tieren führt dies zur Paarungszeit, was logisch ist, denn für sie ist es ein Indiz, dass nun wieder wärmere Temperaturen kommen und ihr Nachwuchs eher überleben wird. Der Mensch lebt allerdings schon sehr lange unabhängig von natürlichen Licht, genauer gesagt seit er künstliches Licht zur Verfügung hat. Bis zum späten 16. Jahrhundert konnten wir allerdings auch beim Menschen noch feststellen, dass im März die Geburtenrate deutlich höher lag als in den übrigen Monaten, die Kinder waren also im Mai oder Juni gezeugt worden – im Frühling. Zumindest damals war also etwas dran, an den Frühlingsgefühlen.

Verbesserte Stimmungslage

Im Frühling hellt sich unsere Stimmung auf, denn nach den langen Wintermonaten ist jeder glücklich wieder ein wenig Sonne zu sehen. Außerdem halten wir uns bedingt durch die längeren Tage mehr im Freien auf und auch das wirkt sich positiv auf unsere Stimmung aus. Und wer kennt das nicht – wenn man gut gelaunt ist, dann lässt sich auch leichter flirten. Eventuell hat der Mythos der Frühlingsgefühle ja sogar einen gewissen Placeboeffekt: Wir glauben so fest daran, dass es besser wird, dass wir einfach mehr in die Hand nehmen und siehe da: Die Frühlingsgefühle erwachen.

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