Pfefferminz: Mehr als nur ein Aroma für den Tee

Pfefferminzblätter
© Eldin Muratovic – Fotolia.com

Pfefferminz läuft uns fast täglich über den Weg: Sei es nun im althergebrachten Pfefferminztee, im Mojito, im Kaugummi oder im Hustenbonbon. Fast Jeder kennt den typisch frischen Minzgeschmack.

Geschichte

Um den Namen der Pfefferminzpflanze rankt sich ein Mythos. Die Nymphe Minthe erregte die Aufmerksamkeit der Unterweltsgöttin Proserpina, die daraufhin eifersüchtig wurde und Minthe in eine Pflanze verwandelte. Verschiedenste Minzarten wurden bei Ausgrabungen in den Gräbern der Pharaonen gefunden, die eigentliche Pfefferminze entstand aber erst im 17. Jahrhundert aus verschiedenen Kreuzungen. Seit dieser Zeit ist der Pfefferminz auch als Heilpflanze bekannt.

Heilpflanze

Der erfrischende, etwas scharfe Geschmack der Pfefferminze kommt aus den Blättern, besser gesagt steckt er in den ätherischen Ölen. Die Inhaltsstoffe der Öle wirken krampflösend und werden deswegen zur Behandlung von Reizdarm oder anderen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Allerdings ist das Anwendungsgebiet von Pfefferminze weitaus größer, denn auch bei Husten oder Schnupfen verspricht ein guter Pfefferminztee Linderung. Zudem soll Pfefferminz auch bei Kopfweh helfen. In Eichenau bei München widmet sich sogar ein ganzes Museum der Pfefferminze, denn hier war früher ein großes Anbaugebiet des Pfefferminzes als Heilpflanze.

Biologische Daten

Der Pfefferminz ist den Lippenblütlern zuzuordnen. Er blüht zwischen Juli und September, die Blüten zeigen Schattierungen von Blassrosa bis hin zu einem kräftigen Lila. Die Pfefferminze wird bis zu 90cm hoch und hat vierkantige Stängel. Ihre Blätter sind schmaleiförmig. Wenn man diese zerreibt, riechen sie kräftig aromatisch nach dem typischen Pfefferminzgeruch. Die Anbaugebiete erstrecken sich über große Teile Europas und Amerikas. Der Pfefferminz ist eine reine Kulturpflanze und kommt nicht wild vor. Eines sollten Sie aber beachten, wenn Sie Pfefferminzprodukte im Haus haben: Behandeln Sie damit nicht Ihre Kleinkinder, denn Pfefferminz enthält Menthol, das schädlich für kleine Kinder ist, erst ab den Schulalter sollten Sie reine Pfefferminzprodukte bei Ihren Kindern anwenden.

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