Salmonellen: Widerstandsfähig durch Mutation

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Salmonellen lösen schwere Durchfallerkrankungen aus, wenn man mit Salmonellen verseuchte Lebensmittel zu sich nimmt. Dabei sind sie resistent gegen viele Antibiotika und auch unser Immunsystem kann nicht viel gegen sie ausrichten. Warum das so ist, hat ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Ferric Fang von der University of Washington herausgefunden.

Genmutationen ermöglichen Anpassung

Zwei Genmutationen ermöglichen es den Salmonellen, sich perfekt anzupassen. So können diese mutierten Salmonellen spezielle Proteine aufbauen, die sie vor den Reaktionen des Immunsystem und der Antibiotika schützen. Außerdem können die Salmonellen ihren Stoffwechsel beeinflussen und alternative Energiequellen in ihrer Wirtszelle nutzen. Es kann sogar in einer Umgebung überleben, in der andere Salmonellen absterben.

Salmonellenerkrankung meldepflichtig

Die Salmonellen gelangen meist über Lebensmittel in unseren Organismus und nisten sich dann im Darmtrakt ein. Dort lösen sie schweren Durchfall aus. Laut dem Infektionsschutzgesetzt ist eine Salmonellenerkrankung in Deutschland meldepflichtig. Für gesunde Menschen ist die Infektion meist nicht gefährlich, da sie schnell abklingt. Bei Kleinkindern, Jugendlichen, Senioren oder Krebspatienten ist sie dagegen lebensbedrohlich.

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