Nickelallergie: Auslöser gefunden

Symbom für Nickel aus dem Periodensystem der Elemente
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Nickel löst sehr häufig Allergien aus, rund 10% der Frauen und 1% der Männer erleben bei Nickelkontakt allergische Reaktionen. Wissenschaftler um Marc Schmidt von der Mannheimer Dependance der Universität Heidelberg fanden nun den Auslöser für die Nickelallergie heraus.

Eiweiß als Andockstelle

Einzelne Teile des Metalls heften sich an ein Schlüsseleiweiß des Immunsystems, das normalerweise eindringende Bakterien erkennt. Dadurch werden Entzündungen ausgelöst. Die Andockstelle am Eiweiß ist aber dieselbe, die auch die Bakterien benutzen, sondern eine andere. Wenn man also diese spezielle Andockstelle außer Kraft setzen könnte, würde man die Nickelallergie abschwächen können ohne das Immunsystem in seiner Arbeit zu behindern. Der Rezeptor für die Metallteilchen trägt den Namen TLR4, der auf der Oberfläche bestimmter Immunzellen sitzt.

Nickelallergie

Eine Nickelallergie entsteht, wenn Nickel in Kontakt mit der Haut kommt und diese sensibilisiert. Allerdings kommt es zu dieser Sensibilisierung nur, wenn neben der T-Zell-Mobilmachung noch ein anderes entzündungsförderndes Signal ausgestrahlt wird. Kommt ein Allergiker in Kontakt mit Nickeln so treten typische Anzeichen einer Kontaktallergien auf. Neben Rötungen Brennen und Jucken zählt dazu auch die Bläschenbildung. In einzelnen Fällen kann es sogar zu Ekzemen kommen. Diese Allergie ist sehr nervig, da Nickel in vielen Gegenständen vorkommt, wie zum Beispiel in Modeschmuck und einigen Münzen.

1 Kommentar zu Nickelallergie: Auslöser gefunden

  1. Ich leide leider auch unter der Nickelallergie, aber wenn man weiß, dass man dieses Problem hat, dann kann man ganz gut damit umgehen, denn schließlich weiß man auf was man verzichten sollte.

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