Zahnpflege: 10 Thesen werden überprüft

Zahnpflege
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Schöne Zähne sind wichtig, denn in der Regel sind sie mit das Erste, was das Gegenüber an uns bemerkt. Ein Lächeln ist eben umso schöner, je gepflegter die Zähne sind. Doch über die richtige Zahnpflege kursieren viele Thesen. Ist eine elektrische Zahnbürste wirklich soviel besser und was hat es eigentlich mit der Wirksamkeit der Zahnputzkaugummis auf sich?

These 1: Zahnreinigungskaugummis ersetzen Zahnpflege

Sie werden viel beworben und auch gekauft: Die Zahnreinigungskaugummis. Doch können Sie wirklich das Zähneputzen ersetzen? Die Antwort: Nein, ersetzten können sie die Zahnpflege nicht, doch sie sind gut für zwischendrin, wenn man gerade keine Zahnbürste zur Hand hat. Durch das Kauen verstärkt sich unser Speichelfluss und dieser hindert Bakterien daran, Säuren zu produzieren, die unsere Zähne angreifen. Allerdings sollte der Kaufgummi dafür Zuckerfrei sein und abends sollte trotzdem noch mal die Zahnbürste an die Reihe kommen.

These 2: Eine Professionelle Zahnreinigung benötigen nur Menschen mit besonders schlechten Zähnen

„An der Professionellen Zahnreinigung verdient der Zahnarzt eine Menge, aber wirklich nötig habe ich sie nicht“, so die Meinung vieler Patienten. Brauchen wirklich nur Menschen mit besonders schlechten Zähnen eine Professionelle Zahnreinigung? Nein, das stimmt so nicht, denn grundsätzlich gilt, dass eine Professionelle Zahnreinigung für jeden sinnvoll ist. Ein bis zwei mal im Jahr sollte sich ein Fachmann um die Zahnpflege kümmern, denn niemand von uns erreicht wirklich alle Stellen im Gebiss, dazu fehlen uns die Instrumente und die Kenntnis.

These 3: Die Zahnpflege der Milchzähne ist nicht wichtig, da diese sowieso ausfallen

So manch ein Elternteil ist immer noch der Meinung, dass die Zahnpflege ihres Sprösslings nicht allzu genau genommen werden muss, da die Milchzähne ja sowieso rausfallen. Ist das richtig? Definitiv nicht, denn die Milchzähne gehören genauso gepflegt wie die späteren Zähne, da sie schlechte oder schmerzende Zähne sind nicht mehr dazu in der Lage, die Nahrung zu zerkleinern. Außerdem sind die Milchzähne sehr wichtig für die spätere Gebissentwicklung. Sie müssen sehr sorgfältig gepflegt werden, da ihr Zahnschmelz nicht so viele Mineralien aufweist wie derjenige, der späteren Zähne und deswegen ist er schneller kariös.

These 4: Zucker schädigt die Zähne, deswegen müssen diese sofort nach dem Waschen geputzt werden

Zucker ist schlecht für die Zähne, das lernt man schon als kleines Kind. Deswegen muss man immer sofort nach dem Naschen die Zähne putzen, oder? Nein, muss man nicht, normalerweise langt es, wenn man sich die Zähne zweimal täglich putzt. Sollte man allerdings wirklich extrem viel Zucker essen, dann kann man zwischendrin schon einmal die Zähne putzen. Sollte man säurehaltiges Obst gegessen haben, dann sollte man mit dem Putzen 1 Stunde warten, da sonst der Zahnschmelz zu aufgeweicht ist und „runtergeputzt“ wird.

These 5: Zahnseide sollte man erst nach dem Zähneputzen verwenden

Dieses Gerücht hält sich hartnäckig, doch ist es denn überhaupt wahr? Ja! Zahnseide sollte man einmal täglich und zwar möglichst nach dem Zähneputzen verwenden. Nicht vorher, denn ansonsten könnten Speisereste zwischen die Zähne gepresst werden und dort hängen bleiben. Für jeden Zahnzwischenraum sollte man außerdem ein unbenutztes Stück Zahnseide verwenden und danach den Mund gründlich ausspülen.

These 6: Je kräftiger und länger man schrubbt, desto sauberer und heller werden die Zähne

Viel hilft viel, lautet oft das Motto. Doch ist es wirklich so, dass wer sich lange und mit viel Kraft die Zähne putzt, sich wirklich etwas gutes tut? Nein, denn wer zu heftig putzt, der reibt den Zahnschmelz ab. Dies führt dann im Laufe der Zeit zu schweren Schädigungen am Zahn selbst. Lassen Sie sich die richtige Putztechnik von Ihrem Zahnarzt erklären und verwenden Sie auch keine zu harte Zahnbürste und keine Zahnpaste mit groben Steinchen, denn diese schleifen den Zahnschmelz ab.

These 7: Jede Schwangerschaft kostet der Frau einen Zahn – ein Märchen?

Es gibt die alte Weisheit, dass jede Schwangerschaft der Frau einen Zahn kostet. Das gehört doch ins Reich der Märchen, oder etwa nicht? Doch, zwar neigt das Zahnfleisch während der Schwangerschaft zu vermehrten Blutungen, jedoch wenn die Schwangere sich weiterhin gewissenhaft um ihre Zahnpflege kümmert, ist dies keine Gefahr für die Zähne.

These 8: Die Zahnpasta ist egal

Zahnpasta ist Zahnpasta, eine säubert die Zähne genauso gut wie die andere, oder? Nein, so kann man das nicht sagen. Beim Kauf Ihrer Zahnpasta sollte man darauf achten, dass sie Fluorid enthält, das tun inzwischen allerdings sowieso fast alle. Wichtig ist jedoch auch, dass die Zahnpasta keine groben Putzkörner enthält, die das Gebiss angeblich weißer machen sollen, denn diese greifen den Zahnschmelz an und schädigen so auf Dauer die Zähne.

These 9: Eine elektrische Zahnbürste reinigt die Zähne viel besser als eine normale

Elektrische Zahnbürsten werden von fast allen Zahnärzten empfohlen, doch sind sie wirklich so viel besser als Handzahnbürsten? Jein. Im Grund macht es keinen Unterschied, ob mit der Hand oder elektrisch die Zahnpflege betrieben wird. Jedoch ist die Handhabung einer elektrischen Zahnbürste sehr viel einfacher. Aus diesem Grund empfiehlt sich eine Anschaffung schon.

These 10: Gene bestimmen über Zahnqualität

Zahnpflege ist nicht so wichtig, denn die Qualität der Zähne wird sowieso vererbt und man kann nichts daran verändern. Stimmt das wirklich? Nein. Bis heute wurden noch keine Beweise dafür gefunden, dass schlechte Zähne vererbt werden. Dies ist nur eine Ausrede für faule Leute, denn mit der richtigen Zahnpflege kann jeder sein ganzes Leben lang gesunde Zähne behalten.

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