Fitness: Die größten Irrtümer

verblüffte Frau
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Alte Irrglauben lassen sich nicht so leicht aus unseren Gedanken entfernen. Immer noch gibt es viele falsche Annahmen, auch im Bereich Fitness, wie klären die größten Irrtümer für Sie auf.

Irrtum 1: Muskelkater ist ein gutes Zeichen

Immer noch gibt es viele Sportler, die der Meinung sind, nur wenn sie am nächsten Tag Muskelkater haben, dann hätten sie so „richtig trainiert“. Diese Annahme ist jedoch mehr als nur falsch, denn ein Muskelkater ist einfach ein Anzeichen für Überforderung und spricht eher für ein falsches Training. Die Schmerzen kommen von winzigen Verletzungen im Muskel. Mit einem Überschuss an Milchsäure – wie früher die landläufige Meinung war – hat Muskelkater also nichts am Hut. Wer unter Muskelkater leidet, sollte diesen auch erst abklingen lassen, bevor er wieder trainiert.

Irrtum 2: Stretching schützt vor Muskelkater

Früher dachte man, dass Muskelkalter durch verkrampfte Muskeln entseht und entwickelte in den 60er Jahren das Stretching. Heute weiß man, dass Muskelkater durch Überbeanspruchung entsteht und somit Stretching dem Muskelkater überhaupt nicht vorbeugen kann. Stretching verringert schon eher die Verletzungsgefahr, auch wenn es dafür bislang auch noch keine Beweise gibt.

Irrtum 3: Muskeln brauchen Eiweißpulver

Muskeln bestehen aus Eiweiß, das ist richtig, jedoch genügt es nicht, einfach nur Eiweißpulver oder –drinks zu sich zu nehmen, denn wer schöne Muskeln haben will, muss auch trainieren. Für den Muskelaufbau sind Eiweißpräparate auch gar nicht nötig, denn in Fleisch, Eiern und Milchprodukten ist genug Eiweiß enthalten, das wir über die Nahrung aufnehmen können. Zuviel Eiweiß kann sogar gefährlich werden, denn es kann zu Nierenproblemen kommen.

Irrtum 4: Fitnessdrinks machen fit

Wer Fitness betreibt, braucht unbedingt auch Fitnessdrinks. Dies bestätigen höchstens die Hersteller besagter Produkte, denn wer Fitness betreibt, dem langt Wasser völlig aus. Angeblich sollen diese Fitnessdrinks mehr Energie und Leistung bringen, außerdem Krämpfen vorbeugen und die durch das Schwitzen verlorengegangenen Mineralien ersetzen. Doch das ist alles nicht erwiesen und die Inhaltsstoffe absolut sinnfrei. Wirklich kontraproduktiv sind Fitnessdrinks für denjenigen, der Sport treibt, um abzunehmen, denn sie enthalten zumeist jede Menge Zucker und Kalorien – also lieber Finger weg!

Irrtum 5:  Nordic Walking ist nur was für alte Leute

Nordic Walking haftet immer noch der Ruf vom „Omi-Sport“ an, dem ist aber ganz und gar nicht so. Die meisten Leute betreiben Nordic Walking jedoch gar nicht richtig und aus diesem Grund strengt es sie auch nicht an. Wenn man es aber richtig macht, dann setzt man rund 70% der Muskeln ein. Nordic Walking wurde ursprünglich für das Training von Spitzensportler entwickelt, also kann es ja nicht so verkehrt sein und nur für alte Leute geeignet sein. Allerdings sollte man sich die richtige Technik erklären lassen.

Irrtum 6: Die Fettverbrennung beginnt erst nach 30 Minuten

Dieser Irrtum hält sich auch hartnäckig. In Wahrheit verbrennt unser Körper vom ersten Schritt an sowohl Fett als auch Glukose. Das Körnchen Wahrheit in diesem Irrtum: Nach etwa 20 Minuten läuft die Fettverbrennung auf Hochtouren, da die Glukosespeicher geleert wurden.

Irrtum 7: Fettabbau in den Problemzonen ist möglich

Das ist in dieser Formulierung so auch nicht richtig. Ja – es gibt zahlreiche Bauch-Beine-Po-Kurse, in diesen wird aber nicht das Fett an den Problemzonen verbrannt, sondern lediglich die Muskeln dort gestrafft. Dadurch formt sich die Figur allerdings auch. Die Fettverbrennung zu steuern ist jedoch nicht möglich, denn nicht umsonst sind diese Problemzonen so schwer wegzutrainieren: Sie wurden schließlich als Notfallpolster angelegt und da wäre es kontraproduktiv sie schnell verschwinden zu lassen, deswegen nimmt man immer zuerst im Gesicht oder Dekolleté ab.

Irrtum 8: Krafttraining macht fit

Das ist nicht richtig, denn wer die 80 Kilo stemmen kann, kann noch lange keinen Marathon laufen. Bei Kraftübungen wird zwar viel Kraft gebraucht, aber das nur kurzfristig, während das Herzkreislaufsystem nicht gefordert wird. Aus diesem Grund kann man auch nicht von Fitness sprechen, wenn jemand ein Muskelprotz ist, denn das sagt noch lange nichts über seine Ausdauer aus.

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