Schlafwandeln

Frau schläft in ihrem Bett
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Meist ist es relativ harmlos, der Betroffene tastet einwenig orientierungslos umher, bis er sich von selbst wieder schlafen legt. Doch es gibt auch wesentlich aktivere Schlafwandler: Sie packen Koffer, beziehen Betten oder spazieren durch das ganze Haus. Richtig gefährlich kann es werden, wenn der Schlafwandler anfängt zu kochen, Putzmittel trinkt oder ähnlich gefährliche Dinge tut.

Ursache

Etwa 15% der Bevölkerung sind vom Schlafwandel betroffen, darunter zumeist Kinder. Die Ursache ist noch nicht geklärt, doch wird vermutet, dass eventuell eine Unreife des Gehirns vorliegt, da zumeist Kinder von dem Phänomen betroffen sind. Der Schlafwandler erinnert sich nicht mehr an seine nächtlichen Aktivitäten, was daran liegt, dass er sich in einem Zustand zwischen wach und Schlaf befindet. Die Großhirnrinde ist inaktiv, während sich die Steuerungs- und Bewegungszentrum im Gehirn im aktiven Zustand befinden. Diese Erkenntnis erlangte man aus Hirnströmmessungen.

Verwechslung mit Epilepsie

Sollten Sie noch im Erwachsenenalter häufig schlafwandeln, dann sollten Sie sich unbedingt in einem schlafmedizinischen Zentrum untersuchen lassen, denn häufig wird das Schlafwandeln mit einer nächtlichen Epilepsie verwechselt. Sollte doch typisches Schlafwandeln diagnostiziert werden, dann müssen Sie versuchen die Ursachen abzuklären. Häufig tritt Schlafwandel zum Beispiel bei Schlafmangel auf. Andere Auslöser kann Alkoholkonsum oder Medikamenteneinnahme sein.

Behandlung

Zunächst raten Ärzte auf obengenannte Auslöser zu achten oder durch Entspannungsmethoden einen gesünderen Schlaf zu fördern. In der Regel werden nur in Ausnahmefällen Schlafmittel verschrieben, da diese keine Dauerlösung sind. Sollten Sie in Ihrer Familie einen Schlafwandler haben, dann versuchen Sie ihn im Wandel zurück ins Bett zu führen, aufwecken lassen sich die Betroffenen in der Regel nur schwer. Lässt sich der Patient nicht ins Bett zurückführen, dann überwachen Sie ihn solange, wie er schlafwandelt, damit er sich nicht selbst in Gefahr bringt.

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