Sonnenschutz: 9 Tipps für´s gesunde Sonnen

Frau in Strandkorb
© Patrick Telemann – Fotolia.com

Ein leichter Braunton ist immer noch in Mode und wird als attraktiv angesehen. Aus diesem Grund sonnen sich Millionen Deutsche jährlich – ob im heimischen Garten, am Badesee, im Freibad unter Freunden oder am fernen Sandstrand im Urlaub. Doch allzu viele werden dabei leichtsinnig und vergessen ihre Haut richtig vor der Sonne zu schützen. Die Folge ist nicht selten ein schmerzhafter Sonnenbrand und immer ein erhöhtes Hautkrebsrisiko.

Meiden Sie die Mittagssonne

Verschieben Sie sportliche Aktivitäten im Freien am besten auf die Vormittags- oder Nachmittagsstunden und meiden Sie die Mittagssonne zwischen 10 und 15 Uhr. Säuglinge und Kleinkinder sollten niemals der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, auch nicht au0erhalb der Mittagszeit. Grundsätzlich gilt auch für Erwachsene: Bei starker Sonneneinstrahlung sollten Sie sich lieber im Schatten als in der prallen Sonne aufhalten. Dennoch sollten Sie auch im Schatten auf den richtigen Sonnenschutz achten, denn auch hier sind die UV-Strahlen aktiv, wenn auch schwächer.

Passender Lichtschutzfaktor

Bei der Wahl Ihrer Sonnencreme sollten Sie auf den für Sie passenden Lichtschutzfaktor achten und dabei auch die UV-Strahlenintensität an Ihrem Aufenthaltsort miteinbeziehen. Der Lichtschutzfaktor steht auf der Packung Ihrer Sonnencreme. Zu Beginn der Sonnensaison sollten zudem ein höher Lichtschutzfaktor gewählt werden, da die Haut dann noch blass ist und noch überhaupt keinen Eigenschutz hat. Viele Sonnencremes schützen allerdings nur vor den UV-B-Strahlen, die den Sonnenbrand auslösen. Allerdings sind die UV-A-Strahlen verantwortlich für langfristige Schäden, Hautalterung und Hautkrebs. Aus diesem Grund sollten Sie beim Einkauf darauf achten, dass Ihre Sonnencreme zusätzlich vor den UV-A-Strahlen schützt. Dies muss auf der Packung extra angegeben werden.

Persönliche Sonnenschutzzeit

Unsere Haut hat je nach Hauttyp eine Eigenschutzzeit von 10 – 30 Minuten. Hellere Hauttypen besitzen dabei eine geringer Eigenschutzzeit als dunklere Hauttypen. Diese Eigenschutzzeit wird dann mit dem Lichtschutzfaktor der Sonnencreme multipliziert und ergibt die persönliche Sonnenschutzzeit. Sind Sie Beispielsweise ein durchschnittlicher Hauttyp, dann besitzen Sie eine Eigenschutzzeit von ungefähr 20 Minuten, verwenden Sie dann eine Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 10, dann haben Sie eine Sonnenschutzzeit von 200 Minuten. Demnach wären Sie etwa 3 Stunden vor einem Sonnenbrand geschützt.

Ausreichend Sonnencreme

Sparen Sie nicht an der Sonnencreme, sondern verwenden Sie diese großzügig, um für einen optimalen Sonnenschutz zu sorgen. Ein Erwachsener benötigt ca. 35 Gramm Sonnencreme, um seinen Körper vollständig einzucremen, das entspricht in etwa der Menge von vier gehäuften Esslöffeln. Zusätzlich sollten Sie regelmäßig nachcremen, denn durch Schwitzen, Schwimmen und dem Abrieb durch Kleidung oder Badetücher geht Sonnencreme und damit Sonnenschutz verloren. Doch Vorsicht, durch das erneute eincremen verlängert sich die Sonnenschutzzeit nicht, sondern der ursprüngliche Sonnenschutz wird nur bewahrt.

Vor dem Sonnenbad für Sonnenschutz sorgen

Cremen Sie sich immer vor dem Sonnen ein und zwar etwa 20 – 30 Minuten vorher, denn sonst ist der Sonnenschutz noch inaktiv, wenn Sie sich zu früh in die Sonne begeben, da einige Sonnenschutzmittel ihre Wirkung erst nach einiger Zeit entfalten. Achten Sie auch darauf, wirklich alle Stellen einzucremen, denn oftmals werden bestimmte Körperteile vergessen, wie zum Beispiel Nacken, Ohren, Fußsohlen, Dekolleté oder Hals.

Vorsicht vor unseriösen Sonnenschutzmitteln

Auf dem Markt gibt es immer wieder Betrüger, die unseriöse Produkte anbieten. Diese erkennen Sie beispielsweise an Aussagen wie „100% Sonnenschutz“, was eine falsche Aussage ist, da immer ein bestimmte Anteil an UV-Strahlen auf die Haut gelangt und es somit keinen 100%igen Schutz gibt. Bei Produkten mit dem Namen „Sunblocker“ sollten Sie auch vorsichtig sein, denn diese Klassifizierung ist heute nicht mehr gültig und weist oftmals auf unseriöse Produkte hin.

Kleidung schützt

Alternativ oder zusätzlich zu Sonnencremes können Sie als Sonnenschutz auch Kleidung verwenden. Allerdings sollten Sie Kleidungsstücke lange Hosenbeine bzw. lange Hemdsärmel aufweisen, um Sie schützen zu können. Ein Sonnenhut oder eine Schirmmütze schützen Kopfhaut und Gesicht vor den gefährlichen UV-Strahlen. Je nach Dicke und Stoff variiert der Lichtschutzfaktor der Kleidung jedoch, ein Baumwollhemd beispielsweise hat einen Lichtschutzfaktor von 5, allerdings gibt es auch spezielle UV-Schutz-Kleidung mit Lichtschutzfaktor 40 und mehr.

Sonnenbrille

Nicht nur unsere Haut, sondern auch unsere Augen wollen geschützt werden. Beim Kauf der Sonnenbrille sollten Sie auf die CE-Kennzeichnung achten, denn dies beweist, dass das Produkt den europäischen Richtlinien entspricht. Achten Sie auch auf die Filterkategorie, 1 steht für einen niedrigen Blendschutz, jedoch ausreichenden UV-Schutz, 4 für einen sehr guten Blendschutz und überdurchschnittlichen UV-Schutz.

Sonnenbrand

Sollten Sie doch einmal unter einem Sonnenbrand leiden, dann meiden Sie jegliche Sonneneinstrahlung bis der Sonnenbrand verschwunden ist. Kühle und feuchte Tücher können mehrmals täglich auf den Sonnenbrand gelegt werden, um die Schmerzen zu lindern. Als Hausmittel gilt hier auch Aloe-Vera-Gel. Außerdem sollten Sie ausreichend trinken, am besten Wasser und das nächste Mal besser Acht geben und rechtzeitig an den Sonnenschutz denken.

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