Flugangst: Warum Sie darunter leiden und was Sie dagegen tun können

Passagierin, die unter Flugangst leidet
© Udo Kroener – Fotolia.com

Jetzt kommt wieder die Zeit für den großen Urlaub: In die Türkei, Ägypten oder sogar auf die Kanaren? Doch vielen Leuten steht dabei ein Hindernis im Weg: Ihre Flugangst. Viele steigen trotzdem ins Flugzeug, obwohl sie sich unwohl fühlen, aber bei einigen ist die Angst so ausgeprägt, dass sie es einfach nicht schaffen ein Flugzeug zu betreten. Rund ein Drittel der Deutschen leidet unter Flugangst.

Symptome

Die Symptome der Flugangst können sehr verschieden sein. Sie reichen von negativen Gedanken, Schwindelgefühlen und Unruhe über Herzrasen, kalte Füße und Sehstörungen bis hin zu Ohrensausen, Magenschmerzen und Todesangst. Die Panik vor dem Fliegen kann sich auch in verändertem Verhalten zeigen, beispielsweise durch exzessiven Alkoholgenuss, Aggressivität oder Schusseligkeit.

Ursachen der Flugangst

Flugangst kann verschiedene Ursachen haben, jedoch ist die Flugangst eigentlich eine normale Reaktion unseres Körpers. Angst ist eine angeborene Reaktion unseres Körpers, wenn wir in eine Situation kommen, die wir als gefährlich betrachten. Der Mensch kann eigentlich nicht fliegen, deshalb ist es eigentlich normal, dass diese Situation Angstgefühle in uns weckt. Allerdings kann Flugangst auch ganz plausible Gründe haben, wenn Sie beispielsweise schon einmal schwere Turbulenzen auf einem früheren Flug erlebt haben, Ihr Flugzeug keine Landeerlaubnis bekam, Sie zwischenlanden mussten oder Ihnen schwirren die Bilder eines Katastrophenfilms durch den Kopf. Flugangst ist jedoch keine Krankheit und sie kann besiegt werden.

Fehlendes Vertrauen

Die Grundlage für ein sicheres Gefühl beim Fliegen ist Vertrauen. Wenn dieses Vertrauen in den Piloten, das Flugzeug oder die Technik fehlt, dann werden Sie immer ein beklemmendes Gefühl vor dem Fliegen haben. Sie machen sich ständig Gedanken darüber was alles passieren könnte: Der Pilot könnte einen Fehler machen, die Fluglotsen ein anderes Flugzeug übersehen, die Techniker bei der Kontrolle einen Defekt übersehen, und und und.

Was tun?

Zunächst müssen Sie die unangenehmen Gedanken aus Ihren Kopf bringen. Bei leichter Flugangst helfen oftmals schon Entspannungsübungen. Versuchen Sie beispielsweise Ihre Atmung zu kontrollieren oder probieren Sie autogenes Training aus. Oftmals hilft auch schon ein spannendes Buch als Ablenkung oder ein Gespräch mit den Flugbegleitern oder Mitreisenden. Auch eine Urlaubplanung kann Abhilfe schaffen.

Starke Flugangst

Bei starker Flugangst werden Ihnen Ablenkung und Entspannungsübungen wohl nicht mehr helfen. Es gibt inzwischen aber von fast jeder Airline spezielle Seminare für Passagiere mit Flugangst. Dabei werden Ihnen verschiedene Techniken der Entspannung beigebracht, aber auch das Vertrauen wieder aufgebaut, indem Sie alle technischen Daten rund ums Fliegen erfahren. Außerdem gehört ein innerdeutscher Flug mit zum Seminar. Sie können allerdings auch zu Ihrem Arzt gehen und sich zu einem Psychologen überweisen lassen, denn die Therapie von Angstzuständen wird von der Kasse bezahlt. Sie müssen jedenfalls nicht mit Ihrer Flugangst leben, sondern können diese therapieren lassen und dann spätestens im nächsten Jahr auch einen entspannten Flug zu Ihrem Reiseziel genießen.

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